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Editorial zu Corona in der SchweizIn Wahrheit sind wir auf dem schwedischen Weg

«Wir können Corona!», sagte Gesundheitsminister Alain Berset nach dem Lockdown: Fünf Punkte, die zeigen, wie weit wir noch davon entfernt sind – und warum es trotzdem Hoffnung gibt.

Ein Bild, das die Schweiz erzürnte: Während hierzulande anfangs April der totale Stillstand herrschte, gab es in Schweden keinen Lockdown,  die Menschen durften weiter in die Restaurants und Bars. Heute sieht das in der Schweiz ähnlich aus.
Ein Bild, das die Schweiz erzürnte: Während hierzulande anfangs April der totale Stillstand herrschte, gab es in Schweden keinen Lockdown, die Menschen durften weiter in die Restaurants und Bars. Heute sieht das in der Schweiz ähnlich aus.
Foto: Andres Kudacki (Keystone/AP)

«Es sieht im Moment sehr, sehr gut aus.» Es ist erst drei Wochen her, seit dies Marcel Salathé, der bekannteste Schweizer Epidemiologe, zur SonntagsZeitung sagte. Ausgerechnet er, der immer gewarnt hatte und immer wieder nach strengeren Massnahmen rief, war auf einmal optimistisch. Und die Zahlen schienen ihm recht zu geben. Tatsächlich steckten sich in der Schweiz wieder weniger Leute an. Doch es sollte ein kurzes Septembertief bleiben. In der letzten Woche explodierten die Zahlen geradezu.

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