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Unser Fussball-PodcastIst YB bei einem Saisonabbruch der einzig gerechte Meister?

Wollen wir in der Schweiz Geisterspiele? Und können sich die Clubs der Super League überhaupt Spiele ohne Zuschauer leisten? Eine Stunde Fussball für die Ohren.

Alles nur, weil er Gerechtigkeit will! Sagt jedenfalls Fabian Ruch in der 37. Folge unseres Podcasts, als er begründet, warum es bei einem Saisonabbruch in der Super League nur einen Meister geben kann: «Das Team, das im Winter auf Rang eins lag. Weil zu jenem Zeitpunkt alle Teams zweimal gegeneinander gespielt haben und gleich viele Heim- und Auswärtsspiele hatten.»

Alles nur, weil die anderen Podcast-Teilnehmer gerne fies sind! Reiner Zufall, dass Fabian aus derselben Stadt kommt wie der Wintermeister, nämlich Bern? Gelächter aus der restlichen Runde. Armer Fabian.

Für den Zürcher Vertreter Thomas Schifferle gibt es eine ganz andere Lösung, die Gerechtigkeit verspricht: «Die Saison muss gestrichen werden. So, als hätte es sie nicht gegeben.» Was wiederum Kay Voser für gar keine gute Idee hält: «Dann dürfte nächste Saison Lugano wieder in der Europa League starten. Und das haben die Luganesi wirklich nicht verdient.»

Sagen wir mal, wir kommen in der Sendung nicht unbedingt zu einer Einigung.

Die restlichen Themen der Sendung: Kann sich die Liga eigentlich Geisterspiele leisten? Ist es aus gesellschaftlicher Sicht sinnvoll, dass der Profisport auf Matches mit Körperkontakt besteht, während der Rest der Schweiz noch mit Social Distancing leben muss? Und: Warum will Kay jetzt Dreadlocks haben?

Wir freuen uns über Kritik, Streicheleinheiten oder Fragen, die wir in den kommenden Folgen gern beantworten. Die «Dritte Halbzeit» erscheint im Wochenrhythmus. Schreiben Sie uns hier in die Kommentare, via Instagram an dritte.halbzeit.podcast, melden Sie sich auf Twitter bei @razinger oder via E-Mail bei florian.raz@tamedia.ch.

9 Kommentare
    Lord Bendtner

    Für den neutralen Fussball-Fan sind Geisterspiele bestimmt eine gute Lösung. Die Menschen, welche mit ihrem Verein an jedem Spieltag mitfiebern, werden sich kaum damit anfreunden können. Gerade die Anhänger der Top 3 (YB, Basel und St. Gallen) könnten sich Ende Saison nur getrost über einen emotionslosen und wertlosen Titel freuen (denn sind nicht die Emotionen das, was den Fussball ausmacht?...)

    Möglicherweise erholt sich der Fussball durch die wirtschaftliche Krise auch etwas vom "modernen Fussball" (welcher vor allem in Saudi Arabie, Quasar und China "gespielt" wird).

    Wie kann es sein, dass Newcastle, trotz der momentanen Situation, durch einen neuen Besitzer innert 3-4 Saisons an die Spitze der Premier League will, jedoch ein Traditionsverein wie Schalke um seine Existenz bangen will?!

    In den Farben getrennt, in der Sache vereint: against modern football!