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Corona in WinterthurJugend ohne Ausgang

Schlangen vor Geschäften, beschäftigungslose Jugendliche am Bahnhof und angespannte Polizisten: Das war der erste Samstag mit den neuen Corona-Regeln in Winterthur.

Die Polizei ist am Samstagabend am HB präsent, bald nach der Sperrstunde kommt es zu den ersten Konflikten mit Jugendlichen.
Die Polizei ist am Samstagabend am HB präsent, bald nach der Sperrstunde kommt es zu den ersten Konflikten mit Jugendlichen.
Foto: Heinz Diener

«Es ist schon scheisse», sagt Karim (Name geändert) unverblümt. Mit seinen Kollegen steht der Jugendliche vor dem Coop City beim Hauptbahnhof. Normalerweise wären sie jetzt im Ausgang, sagen sie. Doch der ist abgesagt: Es ist neun Uhr abends an diesem Samstag, vor zwei Stunden hat alles dichtgemacht. Stattdessen stehen sie also hier, dicht gedrängt unter dem Vordach, das sie vor dem Schneeregen schützt. Hauptsache raus.

Volle Restaurants und Läden

Ein paar Stunden zuvor sind es noch die Erwachsenen, die in die Stadt drängen. «Tragen Sie eine Maske, und halten Sie Abstand», ertönt die Durchsage im Manor kurz vor Ladenschluss, die Gänge des Warenhauses zu diesem Zeitpunkt voll mit Kunden, die versuchen, sich aneinander vorbeizumanövrieren. Beim Coop unten im Hauptbahnhof windet sich eine Schlange vor dem Eingang, eine etwas kürzere beim Kiosk gleich daneben. Auch die Restaurants und Bars sind gut besucht, der Zwang zum frühen Znacht scheint nicht abzuschrecken. Hauptsache raus, Hauptsache Normalität.

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