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Kultur in WinterthurJungkunst: Eine geballte Ladung Gesellschaftskritik

Türkische Frauenbilder, rassistische Diskriminierung und das gestörte Verhältnis von Mensch und Natur:
Die diesjährige Jungkunst-Ausstellung ist vor allem durch politische Statements geprägt.

Die Bilder von Jill Winnie Moser – der einzigen Winterthurer Künstlerin an der diesjährigen Jungkunst – sind prominent im Eingangsbereich der Halle 53 platziert. Darüber hängt eine Wäscheleine mit nasser Kleidung, ein Projekt von Sebastian Schachinger.
Die Bilder von Jill Winnie Moser – der einzigen Winterthurer Künstlerin an der diesjährigen Jungkunst – sind prominent im Eingangsbereich der Halle 53 platziert. Darüber hängt eine Wäscheleine mit nasser Kleidung, ein Projekt von Sebastian Schachinger.
Enzo Lopardo

Es spielt klassische Musik. Sie stammt von zwei Geigen- und einem Bassgeigenspieler des Winterthurer Musikensembles «Theater am Gleis». Hinter dem Trio sind die Stahlträger und die durch Risse und Filzstift-Gekritzel verunstalteten Betonwände der Halle 53 am Katharina-Sulzer-Platz in Winterthur zu sehen. Die abstrakten Gemälde direkt davor sind in tristen Grau-, Grün- und Brauntönen gestaltet. Kombiniert mit den knapp 20 Zuschauern, die mit Maske im Gesicht und unter Einhaltung des nötigen Abstands der dramatischen Geigenmusik lauschen, sorgen sie schon fast für eine Weltuntergangs-Stimmung.

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