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Gewerbe in WinterthurKein Pardon für das Wartebänkli

Vorschrift ist Vorschrift: Ein Coiffeursalon in der Altstadt wollte den Kundinnen in Corona-Zeiten das Warten erleichtern. Doch die Polizei liess die Bänke wieder wegräumen.

Den Humor nicht verloren: Coiffeusen von Blond auf ihrer «verbotenen» Wartebank.
Den Humor nicht verloren: Coiffeusen von Blond auf ihrer «verbotenen» Wartebank.
Foto: David Herter


Die Winterthurer Verwaltungspolizei nimmt ihren Auftrag in der Altstadt auch in Corona-Zeiten sehr genau. Der Coiffeursalon Blond an der Steinberggasse hatte für Kundinnen, die auf einen Termin warten, zwei niedrige Bänke vor die Schaufenster gestellt. «Aus Platzgründen darf sich derzeit nur eine einzige Person auf dem Wartesofa aufhalten», sagt Chefin Evelyn Schär. Und das bei vier Coiffeurstühlen.

Eine Woche lang wurden die Bänkli toleriert und waren bei schönem Wetter durchaus beliebt. «Doch am Montag kam die Polizei vorbei und forderte uns auf, die Bänkli wieder wegzuräumen, weil keine Bewilligung vorliege», sagt Schär. Bei der Stadtpolizei bestätigt man diese Beschreibung. Nun muss die Kundschaft halt wieder im Stehen auf den überfälligen Haarschnitt nach dem Lockdown warten.

5 Kommentare
    Cat lover

    Ich kann diesen Paragraphentiger der Stadt nicht verstehen, was ist schon ein Wartebänkli für Coiffeurkunden im Vergleich zu den Steuerausfällen & den sonst schon extrem hohen Sozialkosten der Stadt Winterthur durch COVID-19 . Es wäre wohl im Sinne aller Bürger, hier auch mal Verstand walten zu lassen. In diesem Sinne hoffe ich, dass die Beamten sich beim nächsten Frisörbesuch nicht die Füsse in den Bauch stehen müssen, bevor ihre Haare wieder schön gezähmt wurden.