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Stadtrat von WinterthurFDP-Stadträtin tritt zurück

In der Stadtregierung kommt es zu einer personellen Veränderung. Stadträtin Barbara Günthard-Maier tritt zurück. Wir übertragen die Information des Stadtrates ab 13.25 Uhr live.

Wer tritt aus dem Winterthurer Stadtrat zurück?
Wer tritt aus dem Winterthurer Stadtrat zurück?
PD

Die aktuelle Berichterstattung zum Rücktritt können sie an dieser Stelle lesen.

Dienstältester Stadtrat ist mit rund 15 Jahren im Gremium Stadtpräsident Michael Künzle (CVP) selbst. Er hat bei den letzten Wahlen erfolgreich das Präsidium verteidigt, musste sich aber mit einer neuen linken Mehrheit arrangieren. Der Zeitpunkt für einen Rücktritt wäre mitten in einer Krise allerdings ungünstig.

Am zweitlängsten sitzen Nicolas Galladé (SP) und Stefan Fritschi (FDP) im Stadtrat, beide seit 2010. Galladé ist erst letztes Jahr Vater geworden. Gegen eine Neuorientierung spricht, dass die SP erst letztes Jahr Yvonne Beutler ersetzen musste, die während der laufenden Legislatur zurücktrat. Fritschi hat mit den technischen Betrieben sein Wunschdepartement.

Vieles deutet auf Günthard

Einiges spricht für einen Rücktritt von Barbara Günthard (FDP), die seit 2012 im Stadtrat sitzt. Sie hatte sich seit längerem um eine Karriere in Bundesbern beworben, bis jetzt aber einen Nationalratssitz immer verfehlt. Bei den Wahlen 2019 schloss sie auf Platz acht ihrer Partei ab, bei fünf Sitzen der Zürcher FDP ist ein Nachrutschen allerdings in weiter Ferne.

Eine grosse Überraschung wäre ein Rücktritt von Jürg Altwegg (Grüne), Christa Meier (SP) oder Kaspar Bopp (SP). Sie sitzen alle noch keine vier Jahre im Stadtrat. Altwegg steht mit dem Schuldepartement bei steigenden Kosten und nötigen Reformen allerdings unter Druck und wirkt bisweilen überfordert. Meier wird gelegentlich von den Verkehrsverbänden kritisiert. Bopp sieht sich durch die Corona-Krise mit einer noch einmal schwierigeren Finanzlage konfrontiert als ohnehin schon. Auch diese Überlegungen zeigen: Es kann jeder und jede sein.

1 Kommentar
    christian griesser

    Die Aussage: "Es kann jeder und jede sein" ist doch zu pauschal. Kaspar Bopp wenige Monate nach Amtsantritt? Kaum denkbar. Ich kann mir aber auch nicht vorstellen, dass Mike Künzle abtritt. Er ist mit Leib und Seel 365 Tage im Jahr Stadtpräsi.