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Kantonsspital Winterthur und Pflegeheime im Corona-ClinchKSW bittet Pflegezentren um Hilfe – doch diese winken ab

Das Kantonsspital hat Pflegezentren angefragt, ob sie «im Bedarfsfall» Corona-Patienten aufnehmen könnten. Aber einige Heime haben selber mit Covid-Fällen zu kämpfen.

Die Leiterin des Alters- und Pflegezentrums Bruggwiesen in Illnau-Effretikon reagiert mit Unverständnis auf die Bitte des Kantonsspitals Winterthur. Man werde wegen eigener Corona-Fälle im Heim selber bald an die Grenze der Betreuungskapazität geraten, sagt sie.
Die Leiterin des Alters- und Pflegezentrums Bruggwiesen in Illnau-Effretikon reagiert mit Unverständnis auf die Bitte des Kantonsspitals Winterthur. Man werde wegen eigener Corona-Fälle im Heim selber bald an die Grenze der Betreuungskapazität geraten, sagt sie.
Foto: Heinz Diener

Die Corona-Situation spitzt sich weiter zu. Die Zahl der Hospitalisationen im Kanton Zürich verdoppelt sich gegenwärtig von Woche zu Woche. Auch im Kantonsspital Winterthur müssen immer mehr Covid-Patienten stationär betreut werden. Das KSW reagierte nun auf die Zunahme der Hospitalisationen mit einem Hilferuf und verschickte dazu am Freitag eine entsprechende E-Mail – die dem «Landboten» vorliegt – an die Alters- und Pflegezentren im Raum Winterthur: «Wir müssen am KSW erneut darauf vorbereitet sein, im Bedarfsfall für die Versorgung von Covid-19-Erkrankten Kapazitäten zu schaffen und bereitzuhalten», heisst es. «Hierfür kann es notwendig sein, dass wir auch infizierte Patienten aus Ihrer Gemeinde möglichst schnell in Pflegeheime verlegen müssen.» Deshalb sei es dem KSW sehr wichtig, zu erfahren, «ob Sie in Ihrem Pflegeheim in der Lage sind, Covid-19-Erkrankte/Infizierte aufzunehmen».

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