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Humor gegen globale Virus-KriseLachen in Corona-Zeiten – Folge 4

Das Virus hat jetzt eine Hymne. Und es wird getanzt und musiziert – mit vielen Tieren. Unsere neue Sammlung mit Corona-Humor.

Der «Deville»-Autor Patrick Karpiczenko, kurz «Karpi», hat wahrscheinlich den letzten richtig guten Klopapier-Gag gemacht – mit der Erschaffung von «Diheidi».
Der «Deville»-Autor Patrick Karpiczenko, kurz «Karpi», hat wahrscheinlich den letzten richtig guten Klopapier-Gag gemacht – mit der Erschaffung von «Diheidi».
Karpi

Einige haben nach zehn Tagen nationaler Notstand schon den Corona-Koller. Andere grosse Sorgen, wie es weitergeht – und was noch auf uns zukommt. Zeit für etwas Abstand. Vielleicht mal wieder mit etwas Corona-Humor. Hier unsere aktuelle Auswahl:

1. Die Hymne für die Krise

Zu Beginn etwas Erhebendes: Das Virus hat jetzt eine Hymne. Eine sehr schöne sogar, denn die Musik dazu stammt von einer unverwüstlichen Band, also von Queen. Nur der Text der «Bohemian Rhapsody» ist ein anderer – mit vielen guten Ratschlägen, aber auch mit einer zünftigen Ladung schwarzhumoriger Pointen:

2. Batman hat keinen Bock

Begonnen haben soll die Corona-Krise in China mit einer Fledermaus, die auf einem Teller landete. Die berühmteste Fledermaus der Welt will mit dem allem nicht zu tun haben. Und sie wird uns für einmal nicht vor dem Bösen retten, denn auch sie ist in Selbstquarantäne:

3. In Hochform: Lisa Eckhart

Hitler-Gruss, «Ding-Dongs», Blockwart-Mentalität und die Achse Berlin-Rom: Die österreichische Kabarettistin Lisa Eckhart war bei «Nuhr im Ersten». Und liess nichts aus. «Wie sieht es denn in Afrika aus?», fragt die 27-Jährige da. «Die haben Corona übrigens auch. Nur kommt es da nicht zu Hamsterkäufen, weil Panik muss man sich leisten können.»

4. Der Boss des Krisenhumors

Ziemlich gut unterwegs ist aber auch Daniel Koch vom Bundesamt für Gesundheit. Zumindest in einigen seiner zahlreichen Auftritte vor den Medien bewies er, dass er in Sachen Schlagfertigkeit den schwarzen Gürtel unter seinem Anzug trägt:

Richtig gut gefiel uns auch eine Instagram-Story aus der Sendung «Unzipped» von SRF-Virus, mit dem ein informatives Videointerview mit Daniel Koch beworben wurde. Das Interview mit Koch von «Unzipped» kann hier geschaut werden.

Sorgte bei uns für einen trockenen Lacher: Daniel Kocher über das WG-Leben in Corona-Zeiten.
Sorgte bei uns für einen trockenen Lacher: Daniel Kocher über das WG-Leben in Corona-Zeiten.
Screenshot SRF Virus / Instagram

5. Die Krise tanzen

Was fängt man nur mit der Zeit in der Isolation an? Zusammen mit der Familie auf engstem Raum? Man verbringt sie mit Singen und Tanzen! So zumindest die Britin Victoria Emes, die im folgenden Video ihre Version von Gloria Gayners «I Will Survive» einsingt – und dabei durch die Wohnung hüpft. Ein paarmal sogar mit ihrem Jüngsten, der auch mitzumachen versucht. Alles sehr frei. Und getreu der Devise: Wenn ich es nicht tanzen kann, ist es nicht meine Krise.

6. Video- und Telefonkonferenzen

Das Home Office ist für viele von uns neue Arbeitsrealität. Und dazu gehören nunmal viele Video- und Telefonkonferenzen. Wer ein solches Meeting schon mal mitgemacht hat, weiss: Da kann so einiges schief laufen. Hier ein humoristisches Best-of, was da alles passieren kann:

7. Die Sache mit den Tieren

Neben der Fledermaus sind auch andere Tiere ein grosses Thema des Corona-Humors. Besonders populär ist dieser Witz, in dem ein Kampfhund sein Herrchen belehrt:

Einige haben sich vielleicht mal die Frage gestellt, was Fido so macht, während man ausser Haus ist. Darauf gibt’s nun Antworten. Denn zwei Wochen nach Beginn der Quarantäne zeigt mancher Hund auch vor Menschen, mit was er sich selbst so beschäftigt, wenn die Langeweile überhand nimmt:

Wer im Home Office mangels sozialer Kontrolle eine rasche Vertierung befürchtet, kann beruhigt werden: Andere sind da mit Sicherheit schon etwas weiter, werden von den meisten von uns nie eingeholt. Zumindest Arnold Schwarzenegger hat in der freiwilligen Quarantäne schon einige Hemmungen fallen lassen und sitzt nun mit seinem Shetlandpony Whiskey und dem Esel Lulu zu Tisch:

Das dauernde Zusammenleben mit seinen Haustieren kann aber auch anders gestaltet werden. Das beweist das folgende Video, dessen Urheber nicht wirklich bekannt ist. Denn der Gitarrist versteckt sich hinter dem Pseudonym Acoustic Trench. Bekannt ist nur der Name seiner Hündin. Sie heisst Maple und ist beunruhigend begabt. Jedenfalls tappt sie den Beat präziser als mancher Mensch es könnte:

8. Für die Fans des Subtilen

Ihnen ist das alles zu viel, zu infantil oder zu plump? Dann gefällt ihnen vielleicht die Social-Distancing-Version von «Wo ist Walter?», die der «New Yorker» kürzlich veröffentlicht hat:

In Spanien gibt es bereits eine Buchausgabe mit einem Corona-Walter, liebevoll gestaltet vom Argentinier Pedro Mezzini und dem US-amerikanischen Cartoonisten Clay Bennett. Klicken Sie sich hier durchs Buch:

Mögen Sie es noch etwas subtiler, noch ruhiger? Dann haben Sie vielleicht Spass am folgenden Video: Darin hat Sigmund Freud auf seiner Couch Platz genommen, um zu Meditationsübungen anzuleiten. Gestaltet und gespielt wurde die Freud-Puppe von Suse Wächter:

9. Und die Schweiz?

Das Schweizer Humorgewerbe liefert uns auch in der zweiten Woche nach Ausrufung des nationalen Notstands Qualitätskomik. Besonders gut gefallen uns die Tweets unserer fiktiven Landesregierung – mit Botschaften für Verschwörungstheoretiker, Studierende und alle, die immer noch am Hamstern sind. Wer sich hinter dem Account verbirgt, haben wir nicht herausgefunden:

10. «U huere kriminelli Rentner»

Als es die ersten humoristischen Bewältigungsversuche der Corona-Krise gab, stach einer hervor: Renato Kaiser. Nun hat der 34-Jährige ein Video gemacht, in dem er erklärt, warum es jetzt völlig okay ist, alte Leute zusammenzustauchen – «so weit ist es schon gekommen». Und was es bedeutet, wenn man Stefan-Raab-Anspielungen versteht. Zudem hat Kaiser ein neues Forma erfunden: «E-Mail of Love», heisst es. Darin beantwortet der Ostschweizer Zuschriften seiner Fans, «damit wir uns nicht ganz verlieren», wie er in der ersten Folge erklärt; Sie finden das auf Kaisers YouTube-Kanal. Hier nun aber Renato Kaiser über «u huere kriminelli Rentner», «Zombies mit dritten Zähnen», «Untote mit Rollatoren:

Bonus: «Stay safe!»

Damit das Wichtigste nicht vergessen geht: Hier noch nützliche Ratschläge unserer Corona-Heldin Victoria Emes. Ihre Botschaft ist ganz im Sinne unseres Bundesamtes für Gesundheit. Wenn auch unter Verwendung eines Vokabulars, das in der Amtssprache und der weissen Pädagogik nicht benutzt wird. Emes deutliche Worte könnten gerade deshalb bei Kindern die erwünschte Wirkung haben. Und wir können etwas lachen, denn die Lage ist bekanntlich ernst.