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Schulleiterin aus Winterthur«Sollen Lehrpersonen trotz Corona-Verdacht unterrichten?»

Die Schulleiterin des Schulhauses Laubegg in Winterthur-Töss forderte gestern bei Radio SRF, dass Lehrerinnen und Lehrer auch bei Krankheitssymptomen arbeiten sollen. So soll ein Teil der vielen Ausfälle aufgefangen werden.

Sarah Knüsel wirft im Gespräch mit dem SRF die Frage auf, ob auch Lehrerinnen und Lehrer mit Corona-Verdacht unterrichten sollen.
Sarah Knüsel wirft im Gespräch mit dem SRF die Frage auf, ob auch Lehrerinnen und Lehrer mit Corona-Verdacht unterrichten sollen.
Foto: LAB

Es ist ein schwieriges Thema: Was darf man von seinen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in der aktuellen Situation verlangen? Wann sollen sie lieber zu Hause bleiben, und wann helfen sie mehr im Büro? Vor allem Schulen spüren im Moment eine gewisse Unsicherheit. Wenn eine Lehrperson ausfällt, muss schnell für Ersatz gesorgt werden, doch woher nimmt man diesen? Und: Vom Kanton gibt es keine verbindlichen Vorschriften, wann jemand unterrichten soll oder nicht.

Im Wochengespräch im «Regionaljournal» am Sonntagabend warf die Winterthurer Schulleiterin Sarah Knüsel die Frage auf, ob Lehrer trotz Corona-Verdacht mit Masken unterrichten sollen. So wie es Ärzte bereits täten. Sie begründete ihre Forderung damit, dass Kinder vor allem zum Schulstart eine Bezugsperson brauchen, die nicht wiederholt ändern sollte.

Auch der Präsident der Zürcher Lehrerinnen und Lehrer, Christian Hugi, der ebenfalls am Wochengespräch teilnahm, signalisierte ein gewisses Verständnis für die Forderung von Knüsel. Aber: «Wer fiebrig ist oder stark hustet, soll nicht arbeiten gehen. Einerseits muss man seine Kolleginnen und Kollegen und die Kinder schützen, andererseits sollte man sich dann aber auch erholen», so Hugi gegenüber dem SRF.

gvb