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Stadtratswahlen in WinterthurLiebesgrüsse der SP

Die Annäherung zwischen Linken und GLP schreitet voran. Nach den Grünen hat sich jetzt auch die SP-Parteileitung offiziell für die Stadtratskandidatur von GLP-Kantonsrätin Katrin Cometta ausgesprochen.

Ungewohnt herzlich: Die SP-Parteileitung unterstützt die GLP-Stadtratskandidatin und deckt sie mit Komplimenten ein.
Ungewohnt herzlich: Die SP-Parteileitung unterstützt die GLP-Stadtratskandidatin und deckt sie mit Komplimenten ein.
Foto: PD

Mit der Kandidatur von Katrin Cometta stehe eine «Persönlichkeit zur Auswahl, die sich für die rasche und konsequente Umsetzung der Klimaziele und ein offenes und vielfältiges Winterthur» einsetze. So schreibt es die SP Winterthur in einer am Freitag verschickten Mitteilung, mit der die Parteileitung der Sozialdemokraten ihre Unterstützung für die GLP-Kandidatin bekannt gibt. Am 2. Juni soll die Parteibasis nachziehen und an einer Mitgliederversammlung über eine definitive Unterstützung von Cometta entscheiden.

Es sei in der aktuellen Ausgangslage folgerichtig, die GLP in die Regierungsverantwortung einzubinden, findet die SP. Katrin Cometta bringe das nötige Rüstzeug mit, um die Stadt Winterthur «grün, sozial und nachhaltig weiterzuentwickeln». In der Klimapolitik habe sich die Allianz von AL bis GLP in der Sonderdebatte im vergangenen Sommer bewährt. «Es ist folgerichtig, dass dieses zentrale Thema vorwärtsgerichtet und gezielt in der Regierung weiterbearbeitet werden kann.»

Ad-hoc-Freundschaft

Es sind ungewohnt freundschaftliche Töne, wenn man bedenkt, dass SP und GLP noch nicht einmal vor einem Jahr einen erbitterten Wahlkampf um die Nachfolge der zurückgetretenen Yvonne Beutler (SP) geführt hatten. Die jetzt angebrochene Ad-hoc-Freundschaft hängt mit der Kandidatin zusammen, die weiter links steht als die letzten GLP-Kandidaturen, ist aber freilich auch ein Produkt der Umstände. Es dürfte an der linken Basis einige Überredungskunst brauchen, um für eine GLP-Kandidatin zu mobilisieren. Derweil kann der FDP-Kandidat Urs Hofer im Zweikampf auf die geschlossene und ungebrochene Unterstützung im bürgerlichen Block zählen.