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So rüsten die Alterszentren auf Mehr Betten und Pflegepersonal

Die Altersheime und Spitex stocken auf bei den Plätzen und beim Personal. Sogar unterbeschäftigte Angestellte aus der Stadtverwaltung könnten zum Einsatz kommen.

Auf dem Areal des Alterszentrums Adlergarten wurden zusätzlich 41 Pflegeplätze geschaffen.
Auf dem Areal des Alterszentrums Adlergarten wurden zusätzlich 41 Pflegeplätze geschaffen.
Foto: TA

Um die Corona-Krise zu bewältigen, schaffen die städtischen Alterszentren und die Spitex in Koordination mit dem Kantonsspital Winterthur (KSW) zusätzliche Kapazitäten: «Wir haben in den letzten Wochen intensive Vorbereitungen getroffen, um die stationäre und ambulante Pflegeversorgung insbesondere der älteren Bevölkerung von Winterthur sicherzustellen», sagt Markus Wittwer, Leiter Alter und Pflege.

So wurden auf dem Areal des Alterszentrums Adlergarten zusätzlich 41 Pflegeplätze geschaffen. Ein Teil davon sei für Menschen vorgesehen, die aus dem Spital entlassen wurden, aber noch nicht zurück nach Hause können. In einem anderen Gebäude wurde eine Aufnahmestation für Covid-19-Patienten eingerichtet, die nicht ins Spital, aber eine umfassende Pflege – unter Umständen auch eine palliative – möchten. Zugewiesen werden sie von Hausärzten oder der Spitex.

Küchendienst für die Verwaltung

Um Covid-19-Patienten daheim pflegen zu können, wurde zudem ein spezialisiertes Spitex-Team aufgebaut, das während sieben Tagen pro Woche 24-Stunden-Einsätze leisten kann. Es setzt sich zusammen aus diplomiertem Pflegepersonal verschiedener, auch privater Spitex-Organisationen. Die Leitung liegt bei der Spitex der Stadt. Es beteiligen sich aber auch das Mobile Palliative Care Team Region Winterthur, die evangelische und die katholische Spitex Winterthur sowie die katholische Krankenpflege Oberi. Zahlreiche Mitarbeitende erhöhen darüber hinaus ihr Arbeitspensum, so auch die Studierenden und Lernenden, die aktuell keinen Präsenzunterricht haben.

Zudem könnten dank des internen Personalpools auch Mitarbeitende aus der Stadtverwaltung, die zurzeit keine Arbeit haben, bei Alter und Pflege eingesetzt werden. Dies zum Beispiel am Empfang, bei hauswirtschaftlichen Tätigkeiten oder in der Küche.