Kolumne

Wie die Vereine nicht aussterben

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Der Reitverein Elgg nimmt seit zwei Jahren Frauen auf und konnte so den Tod des 96-jährigen Vereins ­verhindern. Eine gewagte Idee!

Andere hätten wohl vorher ihre Hengste als Mitglieder eintragen lassen, bevor sie zu diesem progressiven Schritt willens gewesen wären. Doch wenn bereits solch unkonventionelle Ideen umgesetzt werden, müsste doch auch den anderen Vereinen in Not geholfen werden können.

Andere hätten wohl vorher ihre Hengste als Mitglieder eintragen lassen, bevor sie zu diesem progressiven Schritt willens gewesen wären.

Die jungen Menschen mögen ja heutzutage all dieses Computerzeugs. Hauptsache, es blinkt irgendwo. E-Sports, also professionelles Gamen, ist im Auftrieb. Die Umsätze der virtuellen Ego-Shooter (für die Älteren: Ballerspiel) bewegen sich in Milliardenhöhe. Die regionalen Schützenvereine erscheinen hingegen weniger attraktiv.

Wieso also nicht eine Kooperation (für die Jüngeren: Joint Venture) lancieren? Auch ein Austausch wäre vorstellbar: Die Teenager lernen die Geselligkeit eines Schützenhäuschens kennen. Die Senioren erleben angesichts der blinkenden Maschinen vielleicht ihre ­allererste Halluzination. Toll, das schweisst zusammen!

Kaum jemand will sich in unserer schnelllebigen Welt noch längerfristig verpflichten. Das ist das Grundproblem des Vereinssterbens. Doch der Technologie sei Dank, können Vereine immer noch weiterexistieren. Das Hundetraining? Findet via Skype im Hotelzimmer statt. Vorteil: Sie müssen nachher nicht aufräumen. Auch die Yogaklasse kann zu Hause stattfinden. Zumindest so lange, bis die Katze den Laptop zuklappt.

Wandern Sie und Ihre Freunde zu Hause auf dem Laufband und winken Sie sich über die Kamera zu. Expertentipp: Mit einem Ventilator können Sie die frische Bergluft imitieren. Nachteil: Man kann nicht mehr übers Wetter reden.

Und wer weiss, vielleicht hören auch die Stadtzürcher Zünfte vom Aufbruch in der Region Winterthur und lassen die Frauen beim Sechseläuten eines ­Tages doch noch ganz offiziell mittun. Obwohl, das ist viel zu unrealistisch.

Erstellt: 25.01.2018, 18:32 Uhr

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