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Benken ist ein Vorbild für andere

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Komplizierte Partizipationsverfahren und das Versprechen, die Bevölkerung beim Endlager einzubeziehen: Während andere theoretisieren, handelt die Gemeinde Benken. Ein paar Tische und Stühle aufstellen, Experten zum Thema einladen und am Schluss Fleisch-Käse-Platten auftischen – fertig ist die niederschwellige Informationsveranstaltung zum Thema Endlager.

Während andere theoretisieren, handelt die Gemeinde Benken. 

Noch zwei wichtige Zutaten fehlen in Benken nicht: Viel Zeit für Fragen und Diskussionen. Und eine Gemeindepräsidentin, welche die Experten auch mal unterbricht und ihnen auf die Finger klopft, wenn sie zu fachsprachlich und detailversessen werden. Eine solche Veranstaltungsreihe, wo Bürger ihre vermeintlich dummen Fragen zum Endlager stellen können, sollte es auch anderswo geben.

Die Regionalkonferenz sieht sich als Sprachrohr der Region und Interessenvertreterin der Bevölkerung. Die Konferenz hat zweifellos eine wichtige, wenn auch nicht zu überschätzende Funktion. Doch als Beobachter der Vollversammlungen stellt man fest:

Die normale Bevölkerung würde in diesen Versammlungen kaum ein Wort verstehen – so stark wird oft gefachsimpelt. Und: Man duzt sich, besucht Apéros und unternimmt zusammen Weiterbildungsreisen. Die kritischen und befürwortenden Geister scheinen sich somit immer stärker anzunähern. (Der Landbote)

Erstellt: 19.04.2018, 15:49 Uhr

Markus Brupbacher ist Regionalredaktor beim Landboten.

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