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Ein riskantes Vorpreschen

Der Landbote-Regionalredaktor Jonas Gabrieli kommentiert die rasche Neuabstimmung über das im vergangenen Herbst abgelehnte Gewerbegebiet in Wiesendangen.

Misst der Wiesendanger Gemeinderat den Puls der Bevölkerung richtig? Das ist die grosse Frage zur raschen Neuabstimmung über das regionale Gewerbegebiet. Denn die Vorlage hat sich seit September nicht grundlegend verändert.

Zwar soll die Gestaltung etappiert vorgenommen und sollen ökologische Massnahmen stärker gewichtet ­werden, aber die Frage bleibt dieselbe: Sollen zwölf Hektaren Kulturland vor den Toren ­Wiesendangens eingezont ­werden? Bei einem Ja wäre der Entscheid wohl endgültig.

Die Vorlage hat sich seit September nicht grundlegend verändert.

Der Gemeinderat argumentiert mit sechs Millionen Franken, die ihm durch die Lappen gehen könnten. Allerdings befand sich das entsprechende Gesetz auch schon im letzten Sommer in der Vernehmlassung. An Anlässen in Wiesendangen und in Artikeln fand das am Rande seine Erwähnung. Das Argument ist also nicht neu, nur stärker gewichtet.

Das Vorpreschen ist deshalb riskant. Die Stimmbürger könnten sich verschaukelt fühlen und aus Trotz erst recht dagegen stimmen, wenn der Vorstoss der Behörde als Zwängerei inter­pretiert wird. Entscheidend wird deshalb sein, ob der Gemeinderat den konkreten Nutzen des regionalen Projekts für die Wiesendanger vermitteln kann. Nur so kann ein klarer und rascher Meinungsumschwung gelingen.

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