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Es gilt, keine Zeit mehr zu verlieren

Nadja Ehrbar zum Entscheid für Fusionsgespräche in Kyburg.

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Ein Déja-vu erlebt, wer die Geschicke Kyburgs schon länger verfolgt. Vor gut sechs Jahren stand die Politische Gemeinde da, wo sich heute die reformierte Kirchgemeinde befindet: Nämlich vor der Frage, ob sie eigenständig bleiben soll oder nicht. Wie schon die Politische Gemeinde hat auch die Kirchgemeinde eigentlich keine Wahl. Denn: Sie ist mit ihren 220 Mitgliedern zu klein, um alle Aufgaben eigenständig zu stemmen.

Kommt hinzu, dass sie derzeit zwar noch Gelder von der Landeskirche bezieht. Doch irgendwann ist auch dieser Geldhahn zu. Denn Jahr für Jahr verliert die Kirche Mitglieder und damit Steuergelder. Und schliesslich werden spätestens 2020 auch die Pfarrstellen gekürzt. Zwar nicht ganz so drastisch wie einst angekündigt. Aber auch mit einem Pensum von 50 Prozent kann eine Pfarrerin die Gemeinschaft nicht wirklich pflegen.

Ein Zusammengehen mit einer anderen Gemeinde kann Kyburg deshalb nur nützen. Ihre Anliegen wird sie mit einem Vertreter in der neuen Pflege weiterhin einbringen können. Und auch die Chance, dass das Gotteshaus im Dorf bleibt, ist gross. Es gilt also, keine wertvolle Zeit mehr zu verlieren. Und endlich eine Fusion in die Wege zu leiten.

Erstellt: 07.06.2018, 16:44 Uhr

Nadja Ehrbar, Redaktorin Region.

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