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Eine Rochade mit Beigeschmack

So kurios der Verlauf dieser Wahlen anmutet – die Entscheidung der SP, Yvonne Beutler statt Christa Meier in den zweiten Wahlgang um das Stadtpräsidium zu schicken, ist schlüssig.

Nach dem Wahlergebnis vom letzten Sonntag ist es nicht nur legitim, sondern geradezu zwingend, dass die Sozialdemokraten nach dem Präsidium greifen. Und Beutler, die 6380 Stimmen mehr gemacht hat als Meier, ist arithmetisch die logische Wahl. Mit 3877 Stimmen Vorsprung auf den Stadtpräsidenten wurde sie geradezu öffentlich berufen.

Gewonnen ist das Rennen für die SP aber noch lange nicht. Am 15. April wird nicht über die Billag-Gebühren abgestimmt – mit offenen Konsequenzen für die Mobilisierung. Beutlers Kandidatur hat zudem einen fahlen Beigeschmack: Ihre Bereitschaft anzutreten ist erst mit der Aussicht auf Erfolg gewachsen. Vor den Stadtratswahlen hatte sie eine Kandidatur ums Präsidium gegen internen Druck noch abgelehnt und damit das chaotische Vorgehen der SP mitausgelöst.

Während Christa Meier die Interessen der Partei stets über ihre eigenen Ambitionen stellte, gewichtet Beutler offensichtlich anders. Nur wenn die Wähler ihr diesen Opportunismus nachsehen, bekommt Winterthur die erste Stadtpräsidentin der Geschichte.

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