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Auf originelle Art so ganz normal

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«Es ist so angenehm normal hier», sagt die Begleiterin, nachdem wir im Wirtshus zum Wyberg freundlich begrüsst wurden und auf der Terrasse in der Abendsonne sitzen. Koch Martin Aeschlimann erreicht mit seinem «Gourmetstübli» nämlich 13 «Gault Millau»-Punkte – aber abgehoben ist hier deswegen gar nichts.

In der Speisekarte der Wirtsstube bietet das Restaurant auch einfachere Gerichte an, die aus derselben Küche wie die Gourmetgänge stammen. Saisonal im Angebot ist zudem die Bali-Speisekarte mit exotischeren Angeboten.Wir bestellen Kalbsleber auf Salatbeet mit Himbeeressig und Nussöl (18.50) und hausgemachte Hummer-Ravioli an leichter Rahmsauce (21).

In beiden Fällen überzeugen die Saucen, die sehr fein abgeschmeckt sind und mit Brot aufgetupft werden – auch wenn der Himbeeressig jetzt nicht speziell hervortritt. Die Leber ist schön rosa gebraten und die Hummerfüllung sehr schmackhaft. Dass die Ravioli selbst gemacht sind, merkt man auch daran, dass die Konsistenz des Teigs nicht überall genau gleich ist.

Zur leichten Schaumweinsauce möchte man sich in die Sauciere legen.

Da der Wyberg über eine Fischküche mit Auszeichnung verfügt, gehen wir mit Zander- (kleine Portion 51.50) und Saiblingfilet (42.50) in die zweite Runde. In beiden Fällen kann man den Garpunkt kaum perfekter treffen. Der Zander kommt gebraten mit Wildtrockenfleisch, das ihn würzig ergänzt, und Rosmarin-Laugen-Galetten, die geschmacklich fein sind, aberetwas klebrig im Mund. Die Begleiterin lobt das Gemüse dazu mehrmals. Zur leichten Schaumweinsauce, die den pochierten Saibling begleitet, möchte man sich in die Sauciere legen.

Der Schokoladen-Chili-Kuchen mit Zitronengrasschaum und Passionsfrucht (15.50) von der Bali-Karte überzeugt mit feiner Schärfe und die drei Dessert-Tapas für 9.50 Franken sind ein wahres Schnäppchen. Normal, aber eben originell – so wie das Wirtshus auch.

(Der Landbote)

Erstellt: 10.06.2018, 14:26 Uhr

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