Landluft

Der etwas andere Nationalfeuertag

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Lieber furztrocken als pudelnass. Das mag sich Wladimir Putin gedacht haben, als er seine Gäste an der Siegesfeier der Fussball-WM neben sich buchstäblich im Regen stehen liess – während er sich ungerührt unter einen Schirm stellte.

Die Präsidentin aus Kroatien und ihr französischer Amtskollege verzogen derweil keine Miene, pitschnass und nasser werdend. Als hätten sie geahnt, dass sich das Blatt wenden und die ganze Welt sich bald schon solche Regengüsse herbeisehnen würde. So dachten sie sich vermutlich: lieber feuchtfröhlich als staubtrocken.

Der 1. August wird diesmal vermutlich kein Knaller.

Alles hat zwei Seiten. Auch die Trockenheit. Betrachten wir sie doch einmal von der positiven Seite: Sie beschert uns weniger Mücken und vielleicht sogar einen besseren Wein. Und sie spült den Gemeinden mehr Trinkwassergeld in die Kasse.

Zugegeben, zwiespältig wirkt sich die Trockenheit auf unseren «Nationalfeuertag» aus. Denn so viel ist klar: Der 1. August wird diesmal vermutlich kein Knaller. Weder für die Kinder ausserhalb noch für jene im Manne.

Sie können sich keiner Feuerwerkorgie hingeben, jetzt da die Migros Ostschweiz den Verkauf von Feuerwerkskörpern in allen Filialen der Ostschweiz abgesagt hat und rundum ein Feuerwerkverbot droht.

Dafür kommen die Tiere zu Hause und im Freien dieses Mal vielleicht ohne Chlöpftrauma durch den 1. August. Das wird auch Frauchen und Herrchen freuen. Abgesehen davon, dass diese angesichts weniger Feinstaub in der Luft am Tag danach auch besser durchatmen können.

Und sollte sich wider Erwarten am 1.-August-Himmel eine Quellwolke zeigen und Sie haben keinen Regenschirm dabei, können Sie es immer noch den beiden Fröschen gleichtun, die am Ufer eines Teiches sitzen. Als Regenwolken aufziehen sagt der eine zum anderen: «Hüpfen wir lieber hinein, bevor wir noch nass werden.» (Der Landbote)

Erstellt: 27.07.2018, 15:15 Uhr

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