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Ein Trotti ist nett, aber ein Trottel ist ein Trottel

Kaum eine Woche ist es in Winterthur, und schon hat jeder eine Geschichte zu erzählen: das Elektro-Trottinett, das man von aktuell drei Firmen mieten kann. «Ich habe eins mitten auf einer Kreuzung stehen sehen», sagt ein Kollege. «Am Sonntag sind sie zu dritt auf einem Scooter die Steibi runtergefahren», trumpft die Kollegin auf. «Bei uns auf der Dachterrasse steht im Fall auch eines», ruft es aus der Ecke.

Und das sind noch die entspannteren Diskussionen. Aus unklaren Gründen weckt das neue Verkehrsmittel starke Emotionen. Mit roten Backen schwärmt die Bürokollegin von ihrer Jungfernfahrt.

Parkiertrottel gibt es bei jedem Verkehrsmittel

Mit roten Ohren hackt ein erboster Leser in die Kommentarspalte: «Die zweite rechtsfreie Gruppe kommt, die sich im Verkehr alles erlauben kann und nicht gebüsst werden wird.» Die erste sind übrigens die Velofahrer. Andere ärgern sich über verstopfte Veloständer.

Wieder andere fahren selber Trottinett, aber wundern sich, warum die Welt immer mehr Mietfahrzeuge braucht: «Autos machen ja noch Sinn, aber der Rest ist reine Volksverblödung.»

Der Stadtverbesserer kann sich nicht recht ärgern – Parkiertrottel gibt es bei jedem Verkehrsmittel. Und wenn vor jedem Schulhaus mehr Kickboards als Velos stehen, ist es ja logisch, dass diese Leute auch als Erwachsene ab und zu ihr trainiertes Schwungbein schwingen wollen. Lobenswert ist doch: Solange sie rollern, haben sie wenigstens keine Hand frei fürs Smartphone.

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