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Hereinspaziert im Sicherheitszirkus!

Was tun, wenn's brennt? Ein Bekannter des Stadtverbesserers nahm kürzlich an einer obligatorischen Sicherheitsschulung für ZHAW-Angestellte teil. «Bei einem Alarm gehen alle sofort zum Sammelplatz auf dem Teuchelweiherplatz», wurde den Teilnehmern eingeschärft.

Vielleicht es das Vernünftigste auf den Schreck hin erst mal ein paar Ponys zu streicheln.

Und nach einer kleinen Pause im gleichen ernsten Tonfall: «Ausser der Zirkus ist gerade da.» Der Bekannte musste kichern. Und dachte: Vielleicht wäre die vernünftigste Reaktion, einfach trotzdem zum Teuchelweiher zu gehen und auf den Schreck hin erst mal ein paar Ponys zu streicheln.

Der Sicherheitszirkus ist eine Innovation, das «Sicherheitstheater» ist dagegen ein gut etablierter Begriff. Er bezeichnet die umständlichen Personenkontrollen und Vorschriften, zum Beispiel am Flughafen. Die maliziöse These dahinter: Dass man Shampoo nur noch in Probierportionen mitführen kann und seine Schuhe scannen muss, stoppt zwar keinen hartgesottenen Terroristen, aber das Theaterspiel beruhigt die Menschen: Es wird etwas getan!

Unwillkürlich ist man froh, dass sich zwischen Bye-bye-Bar und Flug-Gate ein Sicherheitstheater und keine Oper entwickelt hat, mit schrillen Kostümen und eitlen Primadonnen – doch Sicherheit und Oper passen schon deshalb nicht zusammen, weil in jeder vernünftigen Oper jemand stirbt. Dann schon lieber ein Sicherheitszirkus: Sich von einem Clown nassspritzen zu lassen, macht zwar auch keinen Flug sicherer, doch es lenkt optimal von der Flugscham ab.

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