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Herzblut für Winterthur

Im Kantonsspital wird das Blut knapp, war gestern in dieser Zeitung zu lesen. Es ist ein saisonales Problem: Im Sommer verreisen die Leute, sind in der Badi oder kurieren eine Sommergrippe aus.

Doch generell gibt es eher zu wenige als zu viele Spenderinnen, und das, obwohl das Rote Kreuz im Sommer mit dem Blutspende-Mobil aktiv auf Werbetour geht. Vielleicht hat Blutspenden einfach ein Marketingproblem.

Vielleicht hat Blutspenden einfach ein Marketingproblem.

Dass man irgendwann einem Unbekannten das Leben retten könnte, ist für viele Leute vielleicht zu abstrakt als Heldenfantasie. Und das Stück Fruchtwähe und die Wappenscheibe für die hundertste Spende locken die junge Generation womöglich nicht mehr auf die Spenderliege.

Was könnte man tun? Zu hoffen, dass auf Instagram der nächste Hype Selfies mit vollem Blutbeutel trenden lässt, ist vielleicht zu naiv. Vielleicht könnte man den Prozess spielerischer gestalten, indem die Spender während des Spendens ein Handy-Game spielen, in dem es den eigenen Highscore (oder den des Tagesbesten) zu schlagen gilt. Das wäre auch eine willkommene Ablenkung für alle, die kein Blut sehen können.

Nicht zuletzt könnte man Spendenaktionen dahin bringen, wo junge, gesunde Leute eh schon sind. Die Schützenwiese beispielsweise hat bereits eine Kunstgalerie – warum nicht einen Blutspendesalon? Wenn es ein Produkt gibt, auf das der Slogan «Rot und wiss es Läbe lang» passt, dann wäre es doch für Blutkörperchen.

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