Kolumne

Heute nur Dank, nichts zu meckern

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Es gibt Tage, die sind einfach perfekt. Dieser völlig unerwartete Frühsommer beispielsweise brachte eine ganze Menge solcher Tage. Grillieren im Freien, das erste Bad im kühlen Weiher, abends noch eine Stunde draussen sitzen mit gutem Bier und noch besseren Freunden.

Oder ab in den Wald. Innert weniger Tage hat sich dort ein hellgrünes Leuchten von zarten Blättern ausgebreitet.

Dafür zahle ich gerne meine Steuern, sagt sich der Stadtverbesserer

Ein Lieblingswaldweg des Stadtverbesserers liegt im Eschenberg, heisst Harzig Höllweg und führt bergauf zum Bruderhaus. Das Leuchten der jungen Buchenblätter im Abendlicht ist hier besonders stark, der Weg führt über ein paar ausgetretene Stufen sanft hinauf; wer hier vorbeikommt, spürt: Das ist nicht einfach eine Waldstrasse, das ist ein ganz besonderer Ort.

Es gibt nichts zu meckern und nichts zu bemängeln, wenn man hier hinaufkeucht. Ganz im Gegenteil: Der Stadtverbesserer fühlt irgendwie eine Dankbarkeit. Dafür zahle ich gerne meine Steuern, sagt er sich. Dass ich durch einen so hübsch zurechtgestutzten Wald laufen kann, fast wie durch eine Parklandschaft.

Dass jemand mit der Motorsäge im letzten Winter die dicken dunklen Tannen rausgesägt hat, die nun in Riesenhaufen am Wegrand darauf warten, was weiter mit ihnen geschieht.

Und das Staunen geht weiter beim Laufen über die Lichtung des Eschenberghofs: blühende Obstbäume in voller Pracht. Und der Höhepunkt der abendlichen Runde kommt erst noch.

Beim Auslaufen Richtung Waldheim quert ein Reh den Weg des Stadtverbesserers. Wunderbar, denkt sich dieser: wie die das wieder hingekriegt haben. Und das alles trotz des ewigen Sparens. (Der Landbote)

Erstellt: 26.04.2018, 11:27 Uhr

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