Aufgefallen

«ZH 1 000 000» rückt näher

Der Platz für eine siebte Zahl ist heute nicht vorhanden.

Der Platz für eine siebte Zahl ist heute nicht vorhanden. Bild: Johanna Bossart

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Die Sichtungen in der Stadt und Region Winterthur nehmen zu: Autos mit ZH-Nummern über 900 000. Da stellt sich dem Beobachter die Frage, was wohl passieren wird, wenn die Autonummern siebenstellig werden, also die 1-Million-Marke knacken.

Denn mit der gleichen Schriftgrösse wie heute wird auf den Nummernschildern nicht mehr genügend Platz vorhanden sein. Werden die Schilder dann grösser oder die Zahlen kleiner? Oder wird es gar eine Kombination von Zahlen und Buchstaben geben, um genügend verschiedene Num­me­rierungen zu erhalten?

«Noch etwas früh»

Sollten die Zahlen kleiner werden: Sind sie dann noch gut lesbar, zum Beispiel auf dem Foto des Blitzkastens der Polizei? Und wenn man die ZH-Schilder verbreitern würde: Ist der dafür an den Autos frei gehaltene Platz überhaupt genügend gross?

Fragen über Fragen – die sich das Bundesamt für Strassen ­(Astra) allerdings noch gar nicht stellt. «Es ist heute absolut offen, ob, wann und wie Kontrollschilder allenfalls angepasst werden», sagt Astra-Sprecher Thomas Rohrbach auf Anfrage. Denn der Zeitpunkt sei «noch etwas früh». Daher liefen beim Astra noch keine Arbeiten in diese Richtung.

Wohl in zehn Jahren so weit

Wann sich aber das Bundesamt in etwa damit beschäftigen sollte, dazu sagt das kantonale Strassenverkehrsamt mehr. «Aufgrund der gegenwärtigen Bevölkerungs- und Verkehrsentwicklung gehen wir davon aus, dass wir im Kanton Zürich in circa zehn Jahren siebenstellige, weisse Kon­trollschilder brauchen werden», sagt Sprecher Severin Toberer. Ob eine Lösung schon feststehe? Dazu verweist das Strassenverkehrsamt eben auf das Astra, das für die Gestaltung der Kontrollschilder zuständig sei.

Versteigerung vorausgesagt

Bei einigen Autofahrern sind vor allem tiefe und besondere Nummern begehrt. «Wir versteigern wöchentlich eine kleine Anzahl davon», sagt Toberer. Und zwar auf der Internetseite www.auktion.stva.zh.ch. Am 21. August um etwa 16.20 Uhr stand zum Beispiel das Höchstgebot für «ZH 779 977» bei 2020 Franken. Und selbst für «ZH 69 619» wurden zu dem Zeitpunkt 1300 Franken geboten.

Da stellt sich zwangsläufig die Frage, was wohl in gut zehn Jahren mit den ZH-Nummern 999 999 oder 1 000 000 passieren wird. «Es wird dereinst bestimmt auch Interessenten für diese Kontrollschilder geben», so Toberer. Allerdings nimmt das Amt keine Vorbestellungen auf. «Nummern wie 999 999 oder 1 000 000 werden aber sicher versteigert.» (Landbote)

Erstellt: 31.08.2017, 10:14 Uhr

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