Lomo

Nicht besser, aber tiefer

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In einer ersten Fassung meiner Kolumne von letzter Woche, die sich meinen abenteuerlichen Versuchen beim Bilderaufhängen widmete, war auch noch dieser Nebensatz in Klammern mit drin: «von Dübeln und Bohrmaschinen will ich gar nicht erst anfangen».

Ich hatte diese Bemerkung dann mangels Platz gestrichen und auch deswegen, weil man in Kolumnen ja nichts anpreisen soll, was man dann nicht zu liefern gedenkt. Nun hat mich aber nach meiner Bild-Aufhäng-Kolumne prompt ein Leserbrief erreicht, der mich nötigt, auch auf diese Methode zu sprechen zu kommen.

Wisset, liebe Leser und Leserinnen, auch auf diese Idee bin ich selbst schon gekommen.

Neben einem Kompliment für Lomo im Allgemeinen gab der Leserbrief im Besonderen mir nämlich auch den lieb gemeinten Ratschlag, bei der Verschönerung des Eigenheims statt auf Hammer und Nägel doch jeweils auf Schlagbohrmaschine und Dübel zurückzugreifen.

Wisset, liebe Leser und Leserinnen, auch auf diese Idee bin ich selbst schon gekommen. Nur haben sich die diesbezüglichen Experimente sogar als noch staubreicher und lebensgefährlicher erwiesen als das Hantieren mit dem Hammer. Dass, wie letzte Woche beschrieben, in unseren Mauern Gestein ganz unterschiedlicher Härte neben- und übereinanderliegt, ändert sich nämlich auch dann nicht, wenn man statt fein mit Hammer stark mit dem Schlagbohrer draufgeht, sondern macht sich im Gegenteil so noch vehementer bemerkbar.

Am Bohrer hab ich hübsch mit Klebeband markiert, wie weit hinein das Loch für den Dübel reichen soll, und es geht auch ganz butterweich durch den Mörtel. Zunächst. Dann aber muss wohl ein Klotz aus Stahl in der Mauer sein, und der Bohrer will auch bei maximaler Drehzahl und unter Einsatz meiner Muskelkraft nicht weiter.

Zunächst. Bis dann irgendwann doch etwas nachgibt, und der Bohrer nun plötzlich wieder ganz frei drehend flugs bis zum Anschlag durch den Rest Wand jagt. Immerhin: Das nervige Problem mit der Aufhängeöse auf der Bildhinterseite, in die es den Nagelkopf einzufädeln gilt (und für das ja auch der Ratschlag des Leserbriefschreibers keine Lösung anzubieten hatte), hat sich so nun doch gelöst.

Weil ich mit dem Schlagbohrer nämlich gleich ein Loch durch die ganze Wand gebohrt habe, kann ich nun die Bilder drin in meinem Büro mit einer durchgehenden Schraube anmachen, die sich bequem draussen im Gang anziehen lässt.

Erstellt: 07.08.2019, 10:48 Uhr

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