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Quiz

«Landbote» Kolumnist Beni Thurnheer schwelgt in alten Erinnerungen als er noch Tell-Star moderierte.

Heute möchte ich für einmal meiner alten Tätigkeit als Quizmaster nachkommen. Die Fragen habe ich nicht selber ausgetüftelt, als Redaktor habe ich den Schweden Hans Rösling, respektive sein Buch «Factfulness / Tatsachen» beigezogen.

Los gehts!

  • Frage 1. Hat sich in den letzten 20 Jahren die unter extremer Armut lebende Bevölkerung a) verdoppelt, b) nicht verändert oder c) halbiert?Antwort c) ist richtig.
  • Frage 2. Die Lebenserwartung eines Menschen beträgt, im Durchschnitt des ganzen Erdballes a) 50 Jahre, b) 60 Jahre, c) 70 Jahre?Antwort c) ist richtig.
  • Frage 3. Wie hat sich die Zahl der Opfer von Naturkatastrophen in den letzten 100 Jahren weltweit verändert? a) verdoppelt, b) gleich geblieben c) halbiertAntwort c) ist richtig.
  • Frage 4. Männer haben weltweit im Schnitt 10 Jahre lang die Schule besucht. Wie steht es damit bei den Frauen? a) 5 Jahre, b) 7 Jahre c) 9 Jahre?Antwort c) ist richtig.
  • Frage 5. Tiger, Pandabären und Rhinozerosse wurden im Jahr 1996 auf die Liste der bedrohten Tierarten gesetzt. Welche dieser drei sind auch heute noch gefährdet? a) 2 der 3, b) eine der drei, c) keine mehrAntwort c) ist richtig
  • Frage 6. Wieviele Menschen auf der Welt haben insgesamt Zugang zu Elektrizität? a) 20%, b) 50% c) 80%? Antwort c) ist richtig

Wieso haben Sie so wenig richtige Antworten?

Aufgabe der Medien ist es über das Besondere zu berichten, und das Besondere sind immer möglichst krasse und emotional aufwühlende Ausnahmefälle.

Wenn aber fast täglich ein spektakulärer Einzelfall abgehandelt wird, halten wir dies bald einmal für den Normalfall. Unsere Gefühle beginnen sich langsam von den Fakten zu entfernen.

Logisch werben Hilfswerke mit Fotos von kranken Kindern. Trotzdem ist die Mehrheit aller Kinder gesund. Wieso sollte man die im Bild zeigen?

Es sterben jeden Tag mehr Kinder an verschmutztem Wasser als an Aids, Krieg, Malaria und Ebola zusammen (Maude Barlow, UNO-Chefberaterin für Wasserfragen). Weil wir kaum ein Trinkwasserproblem haben, erzeugen die anderen Gefahrenquellen mehr Angst, mehr Emotionen und damit Stoff für Mediengeschichten, und unser Faktenwissen gerät in Schräglage.

Kommt dazu, dass gegen emotional entstandene Vorurteile nicht einmal mehr erwiesene Fakten ankommen. Die werden dann einfach pauschal in Frage gestellt.

Die Moral dieser Kolumne?

Bitte keine Verallgemeinerungen!

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