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So süss schmeckt der Verzicht auf die Krone

Warum der Stadtverbesserer seine Möglichkeit auf die Krone freiwillig hergibt.

Meinung

Machen Sie sich auf eine Sensation gefasst: Der Stadtverbesserer hat aus anonymer Quelle erfahren, was Meghan Markle, die Duchess of Sussex, zu ihrem Gatten gesagt hat, just als das Paar beschlossen hatte, das britische Königshaus zu verlassen. Sie sagte, und wir zitieren wörtlich: «Harry, fahr schon mal den Wagen vor!»

Aber Spass und Derrick beiseite. Der Megxit, wie die Briten ihr neues, ungewohnt rasch voranschreitendes Austrittsverfahren nennen, versetzt nicht nur die Boulevardpresse in helle Aufregung. Auch viele sogenannt normale Menschen ärgern sich über das Paar, das es wagt, aus der Monarchie auszutreten.

Ein bizarres Mordkomplott wäre nötig, um Harry auf den Thron zu heben.

Während Autokraten weltweit auf dem Vormarsch sind, sich Demokratien in Scheindemokratien wandeln oder wie in den USA eine Finanzoligarchie freie Wahlen ad absurdum führt, ärgern sich freie Bürger in freien Staaten auf dem Sofa sitzend über zwei, die ihr Leben nicht im Dunstkreis der britischen Krone und ihrer Märchenfolklore fristen wollen.

Harry, mag dabei manch einer hämisch ergänzen, verpasst nicht viel. Auch wenn ihm die Queen das «Taschengeld» gestrichen hat, er ist eben bloss Nummer sechs in der Thronfolge. Sein Bruder Prinz William und dessen drei Knirpse – Prinz George, Prinzessin Charlotte und Prinz Louis – stehen ihm vor der Sonne. Ein bizarres Mordkomplott wäre nötig, um Harry auf den Thron zu heben.

Diese Sicht verkennt, wie süss er im Kern schmeckt, der Verzicht auf die Krone. Wer es nicht glaubt und selbst erleben will, tut es dem Stadtverbesserer gleich, verzichtet am 6. Januar auf das «Game of Thrones» und greift beim Dreikönigskuchen direkt zum besonders üppigen Mittelstück.

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