Landluft

Verschiedene Methoden, den Platz zu räumen

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Es gibt ja viele Management-Methoden. Auf der Suche nach jener, die wohl bei der Entlassung des neuen Natürli-Managers zur Anwendung kam, blättert die Landluft im Manager-Lexikon. Begriffe wie Change-Management oder Management by objectives fliegen ihr entgegen. Hm, nochmals von vorne. Agiles Management, ja das trifft es eher. Flexibel auf Veränderungen zu reagieren ohne jeden Entscheid und jeden Prozess begründen zu müssen.

Wie praktisch, denkt sich die Landluft. Doch nach einigem Nachdenken rümpft sie die Nase. Die Methode ist suboptimal. Natürli ist es legitim, sich von einem Geschäftsführer in der Probezeit zu verabschieden. Doch ihr erscheint es zu agil, das Entlassungsgespräch während eines Interviews mit einem Journalisten einzubauen, quasi vor den Augen der Öffentlichkeit. Das ist skuriles Management. Dafür findet sie keinen Eintrag im Lexikon.

Die Landluft hört sich um. Management auf Japanisch sei glatt das Gegenteil von Bauma, lässt sie sich sagen. Nicht agil, dafür aber subtil. Eine Kündigung würde dort niemals mitten in einem Interview ausgesprochen. Der Entscheid würde lange diskutiert und dann differenziert umgesetzt.

Der Gekündigte würde gar nicht erst erfahren, dass er entlassen ist. Stattdessen würde jeden Tag etwas von seinem Arbeitsplatz verschwinden. Bostitch, Schere, Kugelschreiber, Telefon und PC, bis schliesslich eines Tages auch kein Bürostuhl mehr dasteht. Der Arbeitsplatz löst sich sozusagen in Luft auf. Die Kündigung erfolgt nonverbal.

Schrecklich! Aber da fällt der Landluft die Clean Desk Policy ein, die in ihrem Büro neuerdings gilt. Dort stehen auch keine Bostitche und Co. mehr auf den Schreibtischen. Erschrocken weht sie von dannen. (Landbote)

Erstellt: 21.03.2019, 17:31 Uhr

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