Über den Tellerrand

Wieso Winterthur Anteil am Lago Maggiore hat

Winterthur hat tatsächlich Anteil am Lago Maggiore.

Winterthur hat tatsächlich Anteil am Lago Maggiore. Bild: Keystone

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Winterthur wurde mal wieder Schauplatz einer Premiere – und zwar in der Zielbau-Arena. Dort pfiff am 29. Januar nämlich erstmals eine Frau eine Partie in der Swiss League, in der der EHC Winterthur spielt. Ebenfalls ein Novum war, dass sie die Partie zusammen mit ihrem Mann Marc leitete, wie «20 Minuten» schreibt. Die 34-jährige Anna Wiegand ist gebürtige Finnin und leitete schon diverse Spiele unterhalb der Swiss League. Die doppelte Premiere brachte dem EHCW Glück, er gewann gegen La Chaux-de-Fonds 3:2 nach Penaltyschiessen.

Im Glück wähnt sich auch Marianne Weiss. Sie ist nämlich Besitzerin der riesigen Buddha-Statue, die im Lindengutpark abgestellt wurde. Die Frau aus Amriswil wurde aus rund zwei Dutzend Interessenten als neue Besitzerin des Mönchs aus Styropor ausgelost. Zahlreiche Medien haben die Frau anschliessend kontaktiert und haben einiges über die Zukunft des Buddhas erfahren. So wusste der «Beobachter» zu berichten, dass Weiss den Buddha im eigenen Geschäft für Oberflächentechnik zuerst generalüberholen will. Danach erhalte der Buddha einen Platz auf der Terrasse ihres Hauses. Die «Thurgauer Zeitung» besuchte die Gewinnerin gar in ihrem Zuhause im Industriegebiet von Amriswil. Der Buddha sei ein Glücksbringer für sie. Die Nachbarn sehen dies freilich anders. Sie habe anonyme Post bekommen. Der Verfasser schrieb, er werde dafür sorgen, dass sie eine Baubewilligung brauche. Er wolle diesen nackten Kerl nicht jeden Tag anschauen müssen.

Ein deutlich kleinerer Kerl sorgte kürzlich in einem Stadtbus für Aufregung, wie «20 Minuten» berichtete. Er, beziehungsweise seine Halterin, wurde gebüsst, weil der noch junge Jack Russell Terrier ohne Ticket reiste. Eigentlich fahren kleine Hunde bis zu einer Schulterhöhe von 30 Zentimetern gratis Bus oder Zug, allerdings nur in einer Tasche oder einem Behälter. Die Halterin hatte den Hund zwar zuerst in der Tasche. Doch laut ihrer Schilderung war der Hund beim Einsteigen verängstigt und zappelte. Darum nahm sie ihn unter den Arm – eine Handlung, die sie teuer zu stehen kam. Eine Kontrolleurin hielt die Hundehalterin sofort auf und verlangte einen Zuschlag von 100 Franken. Alle Erklärungsversuche nützten nichts. Zum Ärger der Halterin: «Dieser Zuschlag ist vielleicht sachlich gerechtfertigt, unverschämt ist er trotzdem», findet sie. Man merke: Reist man mit Hund, darf eine Tasche nicht nur Zierde sein.

An ihren Taschen erkennt man auch eine andere Spezies, die in Winterthur weitverbreitet ist. Die Studierenden. Winterthur gilt dank der ZHAW als Studentenstadt. Rund 10000 junge Menschen besuchen hier die Hochschule. Doch profitiert Winterthur auch davon? Dieser Frage ging das «SRF Regionaljournal» nach. Fazit der Journalisten: Die Studierenden sind in der Stadt kaum sichtbar. Eine kleine Umfrage zeigt. Die meisten ZHAW-Absolventen kommen nur für ihre Kurse oder das Arbeiten in der Bibliothek nach Winterthur. Viele wohnen irgendwo in der Deutschschweiz und pendeln. Für das Nachtleben oder in der Freizeit wird Zürich bevorzugt. Dort gebe es eben einen See, meinte ein junger Mann.

Immerhin gehört Winterthur aber zur Greater Zurich Area (GZA). Als die Organisation 1999 gegründet wurde, war Winterthur neben Zürich die einzige Stadt, die sich der GZA zurechnen durfte. Inzwischen reicht die Area aber schon bis ins Tessin. Vor kurzem trat der Kanton Tessin als jüngster und neunter Partner in die GZA ein. Dies sei nicht als Zeichen einer aggressiven Expansionspolitik Zürichs zu verstehen, sagte Bruno Sauter, Generaldirektor des Amtes für Wirtschaft und Arbeit in Zürich, gegenüber dem «Boten der Urschweiz». Vielmehr sei man einfach bereit, sich zu öffnen. Winterthur kann sich freuen. Durch den Zusammenschluss hat man nun nicht nur Anteil am Zürichsee, sondern auch am Lago Maggiore und am Lago di Lugano. (Landbote)

Erstellt: 05.02.2019, 13:26 Uhr

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In der Rubrik «Über den Tellerrand» greifen wir in unregelmässigen Abständen auf, was andere Medien über Winterthur berichten.

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