Landluft

Wir haben leider die schlechtesten Kleinkriminellen

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Riechen Sie das? Es liegt was in der Luft: Leichtes Geld und verdorbene Worte wabern durch die Region. Als ich die Ausgaben des Landboten der letzten Tage durchgeblättert habe, ist mir vor Schreck meine Bruyère-Pfeiffe in die Aromat-Maggie-Menage gefallen. So viele Gerichtsfälle!

Die Kleinkriminalität ist definitiv in der Region angekommen. Das ist offensichtlich für alle ungewohnt. Besonders auch für die Täter selber, wenn man schaut, wie ungeübt sie vorgingen.

Da hat beispielsweise eine Frau Kokain von ihrem Freund in ihrer Schmuckschatulle versteckt. Erst nach einem Monat Haft hat die knapp 50-Jährige erfahren, dass sie Koks bei sich gebunkert hat. Aus Versehen.

Ein anderer Mann, ebenfalls in den eher besten Jahren, hat einem Beamten mit einem Amoklauf gedroht. Das Ganze endete vor Gericht. Und stellte sich als Scherz heraus. Der Spruch war gar nicht so gemeint, die Drohung also eher aus Versehen.

Ein 64-Jähriger hat dagegen weniger Humor und scheint chronisch ungehalten, weshalb der gute Herr seinen Mittelfinger oft und schamlos herzeigt. Am liebsten einer Dame in ihren Achtzigern. Warum, erklärte er nicht.

Nun, was lernen wir daraus? Der Sittenzerfall ist anscheinend in den Bevölkerungsgruppen jenseits der fünfzig angekommen, bloss haben sie noch nicht die nötige Erfahrung. Wenn man sich schon in die Kleinkriminalität begeben will, soll man doch bitte vorher Dinge wie «Koks», «Amoklaufscherze» oder «ältere Damen beschimpfen in zehn leichten Schritten» googeln. Aber dieser ahnungslose Dilettantismus hier in der letzten Woche, das geht nun wirklich nicht.

Erstellt: 11.07.2019, 17:24 Uhr

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