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Zu schade für das Tamagotchi

Denken wir an Japan,kommt uns Sushi in den Sinn. Vielleicht auch noch das Tamagotchi, das wir liebevoll fütterten. Im Restaurant Haku, wo früher das Café Gabriel war, ist kein Sushi-Band zu sehen, und blinken oder piepsen tut gar nichts. Die Atmosphäre ist ruhig und das Interieur in dezentem Beige gehalten.

Zum Einstimmen trinken wir Sparkling Sake Mio. Der prickelnde Reiswein schmeckt süss und frisch (24 Fr./3 dl) und die Verpackung, ein blaues Fläschchen mit japanischen Schriftzeichen, sieht wunderhübsch aus.

Zur Vorspeise lassen wir uns Tori Karaage (16 Fr.) empfehlen, ein frittiertes, mariniertes Poulet, das mit hausgemachter Mayonnaise serviert wird. Die Panade ist aus Kartoffelstärke, wie uns die aufmerksame Bedienung auf unsere Frage hin erklärt. Das Fleisch ist zart und die Mayonnaise wird mit einem leicht scharfen Öl ideal ergänzt.

Jetzt könnte man Sushi essen, doch wir wollen ein anderes Japan kennen lernen.

Die Begleitung wählt den Wakame-Salat (14 Fr.), einen Algensalat, der nicht nur aus grünen, sondern auch aus roten Algen besteht. Die Haussauce schmeckt nach Soja und Sesam; süss und salzig halten sich angenehm die Waage.

Jetzt könnte man Sushi essen, die es im Haku auch gibt. Doch wir wollen ein anderes Japan kennen lernen und bestellen Kaisen Yaki (43.50 Fr.). Dazu gehören an diesem Abend gebratene Black-Tiger-Crevetten, Jakobsmuscheln und Goldbrasse. Auf dem Teller sind auch sorgfältig geschnittene und bissfest gekochte Gemüsestücke wie Okra oder Romanesco drapiert. Mit der Sauce und dem Reis ein perfekter Hauptgang.

Bohnen zum Dessert? Ja, das geht und ist sogar traumhaft köstlich.

Die Begleitung bestellt vegetarisch: eine Poke Bowl. Das Yasai-Don (25 Fr.) ist eine Schale mit Reis, Tofu, Avocado, Edamame und Oshinko. Laut Internetrecherche ist Oshinko ein japanisches eingelegtes Gemüse. Fein ist es jedenfalls.

Zum Dessert bestellen wir eine Reminiszenz ans Café Gabriel, wo wir früher Coupes gegessen haben: den Coupe Haku (14 Fr.) mit Grüntee-Glace und Mochi-Eis (4 Fr. pro Stück) mit Azukibohnen. Bohnen zum Dessert? Ja, das geht und ist sogar traumhaft köstlich. Es schmeckt wie Marronipüree, einfach nicht so süss. Um das Tamagotchi zu füttern, wäre das zu schade gewesen.

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