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Alles andere als vertrauenerweckend

Wenn eines Tages der Entscheid auf das Zürcher Weinland fällt: Soll dann das oberirdische Tor zum unterirdischen Tor zum Endlager über oder nahe bei sehr wichtigen Grundwasservorkommen gebaut werden?

Als beobachtender Laie kann man diese Frage zwar eh nicht beantworten. Aber wenn sich dabei selbst die Fachleute nicht einig sind, dann ist das bedenklich und gar nicht vertrauenerweckend.

Wenn der Bund gegen den Kanto handelt, dann wäre das politisch äusserst unklug.

Die Bundesbehörden und die Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (Nagra) sind sich in der Frage einig: Ein Tor zum Endlager stelle keine besondere Gefahr für das Grundwasser dar, da die radioaktiven Abfälle in fester und nur schwer löslichen Form vorlägen und sicher verpackt und abgeschirmt seien. Zudem seien umfassende bauliche und betriebliche Schutzmassnahmen vorgesehen.

Die Behörden in Bern werfen den Standortkantonen vor, sie würden einem Tor zum Endlager eine grosse Gefährlichkeit unterstellen. Auch die Nagra verweist immer wieder auf das havariefreie Zwischenlager für radioaktive Abfälle in Würenlingen (Zwilag), das direkt an der Aare und über dem Grundwasserstrom liegt.

Kommt es hart auf hart, kann der Bund das Tor zum Endlager gegen den Willen des Kantons Zürich über oder direkt neben den sehr wichtigen Grundwasservorkommen durchdrücken. Wohl deshalb hat sich die Nagra getraut, einen alten Standortvorschlag erneut ins Spiel zu bringen, den Zürich schon einmal sehr deutlich abgelehnt hat.

Zwei der drei verbliebenen Endlagerregionen liegen hauptsächlich im Kanton Zürich. Wenn der Bund gegen den Kanton und seine Sicherheitsbedenken punkto Grundwasser handelt, dann wäre das politisch äusserst unklug.

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