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Definitiv gegen temporäre Lösung

Das Geisi bleibt, wie es ist. So lässt sich das Resultat der Abstimmung von gestern zusammenfassen. Die Aussenbecken und die Wiesen werden nicht überbaut – weder dauerhaft noch temporär. Das Cabriodach wurde knapp abgelehnt, bei der Traglufthalle war das Resultat überdeutlich.

Die Gegner zogen alle Register. Mit Plakaten, Flyern, im Internet und mit Leserbriefen. Vor allem die Anwohner engagierten sich voll und ganz. Das zahlte sich aus. Die Befürworter hingegen waren kaum zu hören. Schwimmerinnen und Schwimmer, Sportvereine und der Dachverband Winterthurer Sport blieben seltsam still.

Stark profitiert haben die Gegner vom Nein des Stadtrates. Zudem passte die Diskussion um die ökologischen Nachteile perfekt zum Trend der nationalen Wahlen. Das Schlagwort «Energieschleuder» verfing, obwohl die Traglufthalle doppelt so gut isoliert war wie das Cabriodach.

Für Verwirrung sorgte das zweite Hallenbad, das von Gegnern und – ausgerechnet – von Befürwortern ins Spiel gebracht wurde. Der Zeitpunkt hätte nicht falscher sein können. Plötzlich gab es zur Traglufthalle eine Alternative.

Das Nein zur Traglufthalle lässt sich auf zwei Arten lesen: Entweder ist der Handlungsdruck zu klein und Winterthur braucht nicht ganz so dringend mehr Schwimmfläche. Oder die Bevölkerung wünscht sich ein zweites Hallenbad und hat deswegen die Traglufthalle verschmäht. Sollte die zweite Antwort richtig sein, wird das Warten dauern. Mindestens zehn Jahre, wahrscheinlich aber einiges länger.

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