Kommentar

Entscheide an der Urne wären besser

Regionalredaktor Markus Brupbacher über das Nein an der Flaacher Gemeindeversammlung in der Frage, ob man die Grünabfuhr einführen will.

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Dass 30 Prozent der Stimmberechtigten von Flaach die Gemeindeversammlung besucht haben, ist ja erfreulich – sonst sind es unter fünf Prozent. Aber der Aufmarsch hat auch unschöne Seiten.

So hatten die Gegner der Grünabfuhr die letzte Versammlung schlicht verschlafen und brachten die damals beschlossene Abfuhr bloss ein halbes Jahr später wieder zu Fall. Demokratische Entscheide werden so zur Wegwerfware.

Bei tiefen Teilnehmerzahlen haben es Einzelinteressen leichter

Der neue Entscheid ist nun zwar breiter abgestützt und besser legitimiert. Doch so wird auch die zweite unschöne Seite solcher Versammlungen sichtbar: Bei tiefen Teilnehmerzahlen haben es Einzelinteressen leichter, eine noch so kleine Mehrheit zu finden.

Bei der letzten Abstimmung vom 19. Mai gingen in Flaach fast 50 Prozent der Leute an die Urne. Häufigere Urnenabstimmungen wären für eine breitere Abstützung also das Beste.

Erstellt: 07.06.2019, 12:22 Uhr

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