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Kritik gehört zum Glauben

Mitten in der Altstadt feierten die Winterthurer Katholiken letzten Sonntag zusammen mit den Reformierten das 500-Jahr-Zwingli-Jubiläum. Katholiken feiern die Reformation? Das zeigt, dass sich die modernen Katholiken mit Kritik auseinandersetzen wollen und können.

Die offizielle katholische Kirche geht mit Kritik offensichtlich ganz anders um. Die Bemerkung, dass die katholische Kirche die Homosexualität verteufle, wurde der Gemeindeleiterin und «Landbote»-Kolumnistin Monika Schmid zum Verhängnis. Es ist ein spitziger Satz. Im Zusammenhang mit Äusserungen von Bischof Vitus Huonder selbst und von Leuten aus seinem Umfeld ist er aber gerechtfertigt. Auch in Glaubensfragen braucht es Kritik und offene Diskussion. Genau diese Erkenntnis wird derzeit im Reformationsjubiläum hochgehalten.

Die Meinungsfreiheit ist heilig, gerade in einer Kolumne. Dass einer Autorin wegen ihres Textes im «Landboten» mit beruflichen Konsequenzen gedroht wird, ist skandalös. Dagegen protestieren wir als Zeitung in aller Form.

Am nächsten Samstag ist die nächste Kolumne von Monika Schmid im «Landboten» eingeplant. Wie immer in den letzten zehn Jahren freuen wir uns darauf, ihren Text abzudrucken.

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