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Regionales Problem bleibt ungelöst

Ines Rütten kommentiert das Abstimmungsergebnis gegen die Einzonung von Gewerbegebiet in der Gemeinde Wiesendangen.

Das heutige Resultat wirkt zufällig. Nur 100 Stimmen haben den Entscheid gegen die Einzonung ausgemacht. Die Demokratie hat entschiden, wenn auch nicht so eindeutig, wie gewünscht. Dass einstige Kollegen nicht mehr miteinander sprechen und potenzielle Kunden ihr Brot nun vielleicht ausserhalb des Dorfes kaufen, weil man in Sachen Einzonung anderer Meinung war, zeigt, wie sehr das Geschäft in Wiesendangen polarisierte.

Die Wiesendanger haben andere Kriterien höher gewichtet, als die Schaffung neuer Arbeitsplätze.

Doch so zufällig ist das Ergebnis nicht. 17 Monate hatte das Dorf zwischen der ersten und der letzten Abstimmung Zeit, Lager zu bilden. Diese Lager stritten mit harten Bandagen, mit Photoshop und Halb- oder gar Unwahrheiten versuchten sie zu mobilisieren. Heute dann der Entscheid: Gewerbler bauen in Wiesendangen nicht so bald eine neue Produktion.

In Wiesendangen muss man das Thema nun ruhen lassen und sich erst mal versöhnen. Für den Rest der Region geht die Arbeit aber weiter. Denn ein regionales Problem bleibt vorerst ungelöst: Der Arbeitsplatzmangel im Raum Winterthur besteht noch immer. Die Wiesendanger haben andere Kriterien höher gewichtet, als die Schaffung neuer Arbeitsplätze. Grosse Hoffnungen hatten die Regionalplanung Winterthur und Umgebung (RWU) und auch die Standortförderung in das Gewerbegebiet gesetzt. Diese müssen sie nun begraben und trotz der Enttäuschung nach neuen Lösungen suchen.

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