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Sie nicht zu wählen, ist kindisch

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Die FDP-Gemeinderätin Katharina Morf ist mit 23 von 34 möglichen Stimmen zur Ratspräsidentin gewählt worden. Das ist im Vergleich zu ihren Kollegen Daniel Huber (SVP) und Kilian Meier (CVP) ein schlechtes Resultat. Die beiden Männer konnten 30 respektive 32 Stimmen auf sich vereinen.

Parteipolitische Proteststimmen sind bei der Wahl eines neuen Ratsbüros nicht selten. In diesem Fall liegt aber der Verdacht nahe, dass Morf für etwas abgestraft wird, das sie im Dezember 2017 «verbrach». Im Frühling desselben Jahres erhielt sie noch 29 Stimmen. Da nahm sie als zweite Vizepräsidentin erstmals auf dem «Bock» Platz. Ein Jahr später schrumpfte die Zahl der Stimmen bereits auf 23 zusammen.

Was ist passiert? Die Präsidentin der Ortspartei hatte in der Budgetdebatte für einen höheren Steuerfuss gestimmt. Sie befolgt die Parteilinie auch sonst nicht immer strikt. Selbstständiges Denken sollte in der Politik aber nicht bestraft werden. Sie deshalb einfach nicht zu wählen, ist kindisch.

Erstellt: 12.07.2019, 17:17 Uhr

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