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Solche Fehler sind gefährlich

Solche Fehler wie in Wülflingen und Seen dürfen nicht passieren, schreibt David Herter. Darunter leide das Ansehen der Demokratie.

Es ist dicke Post, die uns aus den Kreiswahlbüros Wülflingen und Seen erreicht. Da wurde ein Hunderter-Bündel Ja-Stimmen zu den Nein-Stimmen gelegt. Da wurden Stimmen vertauscht. Und es gingen tausend Stimmen vergessen. (Hier geht es zum Artikel)

Bei allem Verständnis für die Menschen in den Wahlbüros: In diesem Ausmass dürfen Fehler nicht passieren. Die Bürgerinnen und Bürger müssen sich darauf verlassen können, dass ihre Stimmen richtig gezählt und verrechnet werden. Kurzfristig hatten die Pannen in Wülflingen und Seen zwar keine Folgen – die Korrekturen änderten am Ausgang der Abstimmungen nichts. Langfristig aber untergraben Fehler beim Auszählen das Vertrauen in die direkte Demokratie.

Das ist kein gutes Zeugnis für die Qualität der Fehleranalyse.

Nach drei Pannen bei Abstimmungen und Wahlen im Jahr 2018 entwickelte die Stadtkanzlei mit viel Aufwand und externer Hilfe 60 Massnahmen, um ähnliche Vorkommnisse zu vermeiden. Dabei wurde jedoch übersehen, dass nicht alle Wahlbüros das Vieraugenprinzip korrekt anwendeten. Das ist kein gutes Zeugnis für die Qualität der Fehleranalyse.

Nach der Panne im Februar fordert die Stadt von ihren Wahlbüros, sie sollten sich gegenseitig stärker kontrollieren und kritisieren. Und die Stadt fordert sich selbst auf, transparenter mit Fehlern umzugehen. Darauf lässt sich nur antworten: Ja endlich! Und es muss die Frage gestellt werden, warum für diese Erkenntnisse so viele Fehler und ein dicker Bericht notwendig waren.

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