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Zu viel Transparenz kann es nicht geben

Letzten April teilte das Bundesamt für Energie (BFE) dieser Zeitung auf Anfrage mit, dass eine Teilnahme der Medien an der überregionalen Debatte über den Standort der «heissen Zelle» nicht vorgesehen sei. Die Abwägungen über die Vor- und Nachteile der verschiedenen Standortvarianten solle «möglichst offen und sachbezogen» geführt werden. «Die Anwesenheit der Medien könnte sich hemmend darauf auswirken», so das BFE. Diese Ansicht ist bedauerlich.

Im jüngst publizierten BFE-Konzept steht nichts darüber, wie die Medien und damit die Öffentlichkeit informiert werden. Auf erneute Anfrage teilte das BFE mit, dass sich das Amt Gedanken dazu machen werde, wie mit dem Anliegen dieser Zeitung umgegangen werden könne. Es sei so oder so absehbar, dass die Diskussion «eine herausfordernde Sache für alle Beteiligten werden wird».

Die Standortsuche für das Endlager ist ein noch nie dagewesenes Vorhaben. Das Vertrauen in die Suche hängt von deren Transparenz ab. Und damit die Öffentlichkeit erfährt, was hinter den Kulissen über die «heisse Zelle» verhandelt wird, wäre die beobachtende Teilnahme der Medien sehr wünschenswert – nicht für die grosse Schlagzeile, sondern für grösstmögliche Transparenz.

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