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Belastete Quellen zeigen: Es braucht ein Umdenken

Pestizid-Rückstände sickern verbreitet ins Grundwasser. Es wird Zeit, möglichst auf solche Stoffe zu verzichten.

Kaum etwas ist nach einer Wanderung erfrischender als ein Schluck aus einem Brunnen. Es gehört zu unserem Selbstverständnis, dass wir das Wasser bedenkenlos geniessen können. Umso empfindlicher waren die Reaktionen, als der «Landbote» und andere Zeitungen diese Woche publik machten, dass der Kanton in mehreren untersuchten Grundwasserfassungen Rückstände des krebserregenden Pflanzenschutzmittels Chlorothalonil festgestellt hat. Dies nach einer neuen Risikobewertung der europäischen Lebensmittelsicherheitsbehörde.

In 29 von 92 untersuchten Proben wurde der Grenzwert für Trinkwasser überschritten. Betroffene Gemeinden mussten Wasserfassungen deshalb teils vom Netz nehmen und Brunnen trockenlegen. Es handelt sich dabei zwar um eine Vorsichtsmassnahme, wie die Behörden betonen. Denn zurzeit ist unklar, ob die Stoffe tatsächlich gesundheitsschädigend sind. Dennoch ist der Befund beunruhigend. Die Messergebnisse rufen in Erinnerung, dass Rückstände von Pestiziden längst verbreitet bis ins Grundwasser sickern.

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