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Warum Gemeinden ihre letzte Beiz kaufen sollten

Der Trend spricht gegen Restaurants, besonders auf dem Land. Deren Wert alleine in Franken zu messen, ist aber falsch, schreibt David Herter, Lokalredaktor.

Diese Woche war ich dreimal Gast in einer Beiz und habe rund 100 Franken liegen lassen. Die Gesellschaft war mir dabei wichtiger als das Essen und die Getränke, die ich konsumierte. In der Beiz ein Bier zu trinken liegt nicht im Trend. 2018 haben die Schweizer Gasthäuser rund 7 Prozent ihres Umsatzes verloren, über 1 Milliarde Franken. Der Umsatz bei Schnellverpflegern hingegen stieg um rund 10 Prozent an, auf 5,5 Milliarden. Das berichtete die «NZZ am Sonntag» mit Bezug auf Erhebungen eines Marktforschers.

Der Trend weg von Restaurants und hin zu Take-aways hält seit zehn Jahren an und ist in Winterthur und der Region deutlich sichtbar. In den letzten zwölf Monaten schlossen – ohne Anspruch auf Vollständigkeit –die folgenden Restaurants ihre Türen für immer oder für längere Zeit: die Sonne in Weisslingen, der Löwen in Elgg, die Taverne zum Kreuz in Winterthur, die Concordia in Veltheim, die Linde in Kyburg, der Sonnenhof in Brütten und der Sternen in Flaach. Und, ganz aktuell, der Rebstock in Oberwil (Dägerlen). Andernorts wechselte die Pächterin oder der Pächter – aus finanziellen, gesundheitlichen oder gesundheitspolizeilichen Gründen.

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