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Die Forderung nach grösseren Freiheiten für das Stadttheater ist legitim, die Verselbstständigung aber mit erheblichen Kosten verbunden. Wer am 24. März Ja sagt zur Theater AG, muss an sein Vertrauen hohe Ansprüche knüpfen.

Wenn die ganze Welt eine Bühne ist, wie William Shakespeare es fasste, dann war die Debatte um die Verselbstständigung des Theaters Winterthur ein Technokratenstück. Die Emotionen blieben aus dem Spiel, und das bei einer Vorlage, die eine der wichtigsten und traditionsreichsten Winterthurer Kulturinstitutionen auslagern, sprich aus der Obhut der Stadt entlassen will.

Die grosse Einigkeit unter den Parteien und die eher laue Diskussion ist ungewöhnlich, aber sie ist erklärbar. GLP, FDP und SVP erhalten durch die Verselbstständigung ihren Willen. Sie waren es, die vor über einem halben Jahrzehnt per Motion die Auslagerung angestossen hatten, zu einer Zeit freilich, in der das Theater weitaus schlechtere Zahlen aufwies als heute. Nun halten sie ihrem Vorhaben die Treue, auch wenn die Auslagerung keine Einsparungen bringt, sondern Mehrkosten.

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