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Vorwürfe müssen untersucht werden

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Schnelle Antworten gibt es im Fall Spitex Kempt keine. Die angeschossene Leitung stellt sich auf den Standpunkt, dass hier eine Gruppe gekränkter ehemaliger Mitarbeiterinnen mithilfe der Gewerkschaft Rache übe. Auf der anderen Seite ­werfen ehemalige Spitex-Frauen der Betriebsleitung – zumindest partiell – einen parteiischen und ignoranten Führungsstil mit Verstössen gegen das Arbeits­gesetz vor.

Wir Medien sind keine Richter. Was sich im Einzelnen auf welche Art und Weise darstellt, ist von aussen schwierig zu beurteilen. Wichtig ist jetzt aber in erster Linie unbedingte Transparenz. Dazu müsste der Chef selbst hinstehen und nicht das mittlere Management vorschicken. Zur mangelnden Transparenz passt übrigens auch, dass wir für den ersten Artikel in dieser Angelegenheit einen zufriedenen Mitarbeiter nicht interviewen durften. Er ­erhielt nach Rücksprache mit dem Chef einen Maulkorb.

Schon jetzt ist aber klar, dass die Vorwürfe so heftig sind, dass sie so oder so einer unabhängigen Prüfung bedürfen. Ob das nun Sache des Spitex-Vorstands, des Bezirksrats oder des kantonalen Arbeitsinspektorats ist: Den ­Anschuldigungen muss nach­gegangen werden.

Erstellt: 10.04.2018, 08:04 Uhr

Dagmar Appelt, Redaktorin Region

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