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Votum für eine offene Gemeinde

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Die klare Wiederwahl ist für den amtierenden Gemeindepräsidenten Georg Brunner eine schöne Bestätigung, die auch in dieser Deutlichkeit nicht überrascht. Brunner hat in den vergangenen acht Jahren als Präsident vieles richtig gemacht. Insgesamt ist Turbenthal gut unterwegs. Zudem denkt Brunner über die Gemeindegrenzen hinaus: Im Vergleich zu seinem Konkurrenten hat er deutlicher signalisiert, dass er für eine engere Zusammenarbeit steht und Fusionen gegenüber nicht abgeneigt ist. Die Wahl Brunners ist deshalb auch für die Nachbargemeinden erfreulich. Schon bald müssen sie die Schulgrenzen bereinigen. In Wildberg und Wila stellt sich gar die Frage, ob sie eigenständig bleiben können.

Für Markus Küng ist es hingegen ein ganz bitterer Wahlsonntag. Sogar als Gemeinderat wurde er klar abgewählt. Auf den ersten Blick irritiert das: Küng konnte sich mit dem Projekt Kulturscheune profilieren und ist als Schulleiter und Sportler im Dorf bekannt. Allerdings hat er sich mit seinen zahlreichen Auftritten stark exponiert und viel Macht gewonnen. Das gefällt nicht allen. Zumal Küng ein Charakterkopf ist und bei der Abgrenzung seiner Ämter wenig Fingerspitzengefühl an den Tag legt. Das zeigte sich exemplarisch als bekannt wurde, dass er mit seiner privaten Firma die eigene Schule belieferte. Statt über diesen heiklen Deal alles offenzulegen, ging er zum Gegenangriff über. Sein Pech war zudem, dass zwei Kandidatinnen als valable Alternative bereitstanden. Zu Gute halten muss man Küng, dass er die Wahlen belebt und Brunner herausgefordert hat.

Erstellt: 22.04.2018, 17:47 Uhr

Rafael Rohner, Redaktor Region

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