Schmerikon

Neue Strassenlampe raubt Anwohnern den Schlaf

Sie steht direkt vor einem Wohnhaus und taucht die Balkone in grelles Licht: Eine neue Strassenlaterne sorgt in Schmerikon für rote Köpfe.

Diese Strassenlaterne (rechts im Bild) brachte die Mieter des Wohnhauses um ihre Nachtruhe. Mittlerweile ist die Lampe nicht mehr in Betrieb.

Diese Strassenlaterne (rechts im Bild) brachte die Mieter des Wohnhauses um ihre Nachtruhe. Mittlerweile ist die Lampe nicht mehr in Betrieb. Bild: Ramona Kriese

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Das Foto macht deutlich, was den Mietern in Schmerikon sauer aufstösst: Hell beleuchtet ist der Balkon, der hinaus auf die Strasse zeigt – so hell, als stünde ein riesiger Scheinwerfer davor. Und das zu einer Uhrzeit, zu der es auf dem Balkon längst dunkel sein sollte.

Das grelle Licht kommt von der neuen Strassenlampe. Sie wurde vor einigen Tagen an der Hauptstrasse im Zen­trum von Schmerikon platziert, keine fünf Meter neben dem Mehrfamilienhaus. Seither bringt sie die Anwohner um den Schlaf. «Auf dem Balkon wird es taghell, und in der Wohnung braucht es keine Lampe mehr», kommentiert SVP-Ortspräsident Anton Bischof das Foto vom beleuchteten Balkon. Er hat es gestern in der privaten Facebook-Gruppe «Gemeinde Schmerikon» veröffentlicht. Der betroffene Anwohner hatte seinem Ärger ge­gen­über dem SVP-Politiker Luft gemacht. «Bireweich» sei es, eine Laterne direkt vor ein Wohnhaus zu stellen, sagt Bischof ­ge­gen­über der ZSZ.

Gemeindepräsident Félix Brunschwiler hat gestern Morgen erst vom Wirbel rund um die berüchtigte Strassenlaterne erfahren. Und das, obwohl diese schräg vis-à-vis dem Gemeindehaus steht und die Gemeinde selbige auch finanziert. Vom Sitzungszimmer aus könne er sie sogar ­sehen, sagt Brunschwiler. Der betroffene Mieter ist soeben bei ihm vorbeigekommen, um seine Lage zu schildern. Grundsätzlich sei der Kanton für die Beleuchtung an der betroffenen Strasse zuständig, sagt Brunschwiler: Denn die Hauptstrasse ist eine Kantonsstrasse. Montiert wurde die Lampe allerdings vom Elektrizitätswerk der Gemeinde.

Brunschwiler kann den Ärger des Mieters nachvollziehen: Man habe sich bereits mit dem EW und dem Tiefbauamt des Kantons in Verbindung gesetzt. Dort wird auch klar, war­um es überhaupt eine Strassenlaterne auf der Seite des Wohnblocks braucht. Schuld ist der Fussgängerstreifen vor dem Gebäude. Dieser wurde kürzlich verschoben und mit einer Mittelinsel versehen. Laut Strassengesetz müsse nicht nur der Fussgängerstreifen, sondern auch der Wartebereich auf der Mittelinsel und dem Trottoir ausgeleuchtet sein, erklärt Bruno Bollhalder vom Tiefbauamt. «Wir haben das Problem aber erkannt.» Die Laterne sei bereits ausser Betrieb. Man prüfe jetzt Möglichkeiten, um bei der Lampe eine Blende einzubauen, sie durch einen kleineren Kandelaber zu ersetzen oder einen mit LED-Licht. Somit dürften die betroffenen Mieter bald wieder zu ihrer verdienten Nachtruhe kommen. ()

Erstellt: 14.10.2015, 09:51 Uhr

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