Zum Hauptinhalt springen

Luzerner StahlproduzentNeuer Name für Schmolz+Bickenbach

Die Umbenennung soll helfen, dem finanziell angeschlagenen Konzern neue Geldgeber zu finden. Das Luzerner Unternehmen leidet zusätzlich unter der Pandemie-Krise.

Neue Bezeichnung für den Konzern im Der Name Schmolz+Bickenbach soll durch Swiss Steel Group ersetzt werden. (Archivaufnahme)
Neue Bezeichnung für den Konzern im Der Name Schmolz+Bickenbach soll durch Swiss Steel Group ersetzt werden. (Archivaufnahme)
KEYSTONE/URS FLUEELER

Der Stahlproduzent Schmolz+Bickenbach soll künftig Swiss Steel Group heissen. An einer ausserordentlichen Generalversammlung sollen die Aktionäre zudem die Weichen für eine neuerliche Kapitalaufnahme des finanziell angeschlagenen Konzerns stellen.

Schmolz+Bickenbach befinde sich in einer Transformation und treibe diese mit voller Kraft voran, teilte die Gruppe am Montag mit. Da sei es unerlässlich, dass sich dies auch in der Marke und im Namen des Unternehmens widerspiegle.

Schmolz+Bickenbach erhofft sich, dass der neue Name beim Neuanfang eine klare und zukunftsgerichtete Positionierung signalisiert. Die Gruppe führt bereits im luzernischen Emmenbrücke eine Produktionsfirma mit dem Namen Swiss Steel. Diese stellt Stahl für die Automobil-, Maschinen- und Apparateindustrie her.

Diverse Optionen werden geprüft

Schmolz+Bickenbach will aber auch finanziell wieder auf die Beine kommen. Dazu würden derzeit verschiedene Optionen geprüft, heisst es. Um rechtzeitig und schnell eine Finanzierungstransaktion durchführen zu können, soll das Kapital zunächst durch die Reduktion des Nennwerts herabgesetzt werden. Der Aktienkurs liege derzeit unter dem aktuellen Nennwert von 30 Rappen je Titel, und es sei rechtlich nicht möglich neue Aktien zu einem tieferen Wert auszugeben.

Schmolz+Bickenbach schlägt den Aktionären daher vor, den Nennwert der Aktie auf 15 Rappen zu halbieren und den Betrag der Nennwertreduktion den Reserven zuzuweisen. Diese Aktion werde dabei zwecks Beseitigung der Unterbilanz verrechnet, und es werde keine Ausschüttung an die Aktionäre erfolgen, heisst es weiter. Es handle sich um einen rein technischen Schritt, um einen Transfer innerhalb des Eigenkapitals, der alle Aktien gleichermassen betreffe.

Weitere Details zu der Transaktion will Schmolz+Bickenbach zu einem späteren Zeitpunkt in der Einladung zur ausserordentlichen Generalversammlung mitteilen. Wann diese stattfindet, ist noch nicht bekannt.

SDA/fal

5 Kommentare
    Supermario

    Swiss Steel hiess das Ding doch schon mal??? Wenn man jetzt nach der siebten Veräppelung der Investoren (Aktionäre) noch einen "neuen" Namen voranstellt, schleckt das das strukturelle Problem der Stahlindustrie (notabenen nicht nur in der Schweiz) keineswegs weg. Ich bin da ziemlich skeptisch, ob das längerfristig wirklich was nützt!