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Der Protest ist zurück

Nach der kurzfristigen Absage der Gespräche zwischen den Protestierenden und der Regierung sind gestern erneut Tausende auf die Strasse gegangen.

Die prodemokratischen Demonstranten folgten einem Aufruf der Studentenführer, sich auf einem Autobahnabschnitt gegenüber dem Hongkonger Regierungsgebäude zu versammeln. Einige Demonstranten kündigten an, so lange bleiben zu wollen, bis die Regierung sich zu Gesprächen mit der Demokratiebewegung bereit erkläre. Viele Demonstranten kamen mit Zelten und Verpflegung und waren offensichtlich gewillt, lange auszuharren und im Finanzbezirk Strassen und Plätze zu besetzen. «Ich habe hier unter der Brücke mein Lager aufgeschlagen, und ich werde hierherkommen, wann immer ich kann», sagte ein 23-jähriger Demonstrant. Andere haben Versorgungsstationen mit Wasser, Keksen und Nudeln eingerichtet. Selbst Duschen wurden installiert. Die Polizei rief die Demonstranten auf, Hindernisse auf den Hauptverkehrsstrassen zu räumen. Studentenführer Joshua appellierte an die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel. «Nur wenn Deutschland, Europa und die ganze Welt Druck auf China machen und für uns Solidarität zeigen, haben unsere Proteste eine Chance», sagte er der «Bild»-Zeitung. Deutschland dürfe nicht allein wirtschaftliche Aspekte im Zusammenhang mit China in den Vordergrund stellen. Merkel sagte nach deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen bei einem Auftritt mit dem chinesischen Ministerpräsidenten Li Keqiang in Berlin, sie hoffe, dass die Demonstrationen friedlich blieben «und dass man in freiem Meinungsaustausch Lösungen findet, die die Bevölkerung in Hongkong zufriedenstellen». Zeitgleich ist der Chef der chinesischen Sonderverwaltungszone, Leung Chun Ying, wegen nicht deklarierter Firmenzahlungen unter Druck geraten. Mehrere Oppositionsabgeordnete forderten eine Erklärung dafür, warum er während seiner Amtszeit empfangene Millionenbeträge eines australischen Unternehmens geheim hielt.

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