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Die Kindsentführung nach Tunesien

Trennung: Das Bezirksgericht Frauenfeld unterstellt im März 2009 die Kinder unter die elterliche Obhut der heute 30-jährigen Schweizerin. Ihrem 35-jährigen Mann aus Tunesien wird ein Besuchsrecht eingeräumt. Explizit untersagt werden ihm dabei gemeinsame Moscheebesuche und Tunesien-Reisen.

Entführung: Es kommt bei den Besuchsterminen zu Konflikten. Der Tunesier fühlt sich von seiner Frau und deren Familie sowie von den Behörden ungerecht behandelt. Die Schweizerin beklagt sich, dass ihr Mann gegen die Auflagen verstösst, und befürchtet eine Entführung ihrer Söhne. Die Behörden nehmen dies nicht ernst. Am 19. August 2010 schafft der 35-Jährige seine Kinder nach Tunesien.

Verhaftung: Mit einer List, mit einem falschen Liebesversprechen, lockt die Frau ihren Noch-Mann nach Marokko. Dort wird er verhaftet, und von dort kann er in die Schweiz ausgeliefert werden.

Verfahren: In Tunesien wurde dem Vater – ohne Wissen der Mutter – die Obhut über die Kinder zugesprochen. Ein Beschwerdeverfahren, auf das die Schweizerin ihre Hoffnungen setzt, ist noch hängig. Anstehend ist auch eine Scheidungsklage am Bezirksgericht Winterthur. (og)

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