Zum Hauptinhalt springen

Notfallplan gegen Ebola

An einem Gipfel berieten alle von der Ebolaseuche betroffenen Staaten über ein Hilfsprogramm in der Höhe von 100 Millionen Dollar.

Monate nach Beginn der Ebolaseuche in Westafrika sollen die betroffenen Staaten Guinea, Liberia und Sierra Leone massive internationale Hilfe erhalten. Auf einem Sondergipfel in Conakry, der Hauptstadt Guineas, berieten die drei Staatschefs gemeinsam mit WHO-Generaldirektorin Margaret Chan gestern über ein Notprogramm in Höhe von 100 Millionen Dollar. Das Ausmass der Seuche mache ein gemeinsames Hilfsprogramm mit den drei betroffenen Ländern notwendig, erklärte WHO-Chefin Chan im Vorfeld des Gipfels. Der WHO nach müssen mehrere Hundertschaften medizinischen Fachpersonals in die Seuchenregion entsandt werden, um dort überforderte Behörden und Hilfskräfte zu unterstützen. Dringend angefordert hätten die Krisenländer vor allem Ärzte, Krankenpfleger und Epidemiologen. Ausserdem sollen mithilfe des 100 Millionen Dollar umfassenden Hilfsprogramms die Grenzkontrollen in der Region verschärft, Erkrankte früher identifiziert und Behandlungen garantiert werden. Die WHO spricht von mehr als 1300 Infizierten in Westafrika und 729 Toten. Weitere Verdachtsfälle in anderen Ländern bestätigten sich nicht. Inzwischen raten sowohl Deutschland als auch die USA und Frankreich sowie mehrere asiatische Staaten von verzichtbaren Reisen nach Guinea, Liberia und Sierra Leone ab. Die Schweiz hat ihre Reisehinweise wegen der Epidemie bisher nicht angepasst.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch