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Zahlen und Fakten zur Kirchensteuer

K In den meisten Kantonen müssen Firmen Kirchensteuern bezahlen. Zur Minderheit gehören die sechs Kantone AG, AR, BS, SH, GE und VD. Allerdings finanziert der Staat in einigen von ihnen gemeinnützige Tätigkeiten der Kirchen oder besitzt Kirchengebäude oder Pfarrhäuser, deren Unterhalt er finanziert.

K Im Kanton Zürich beläuft sich der Ertrag aus Kirchensteuern von natürlichen und juristischen Personen auf jährlich 395 Millionen. Der Anteil der Firmen beträgt 106 Millionen (Zahlen 2011).

K Die Kirchensteuern stellen für die Firmen meist keine bedeutende finanzielle Belastung dar. Im Schnitt macht ihr Anteil am Betriebsaufwand nur ein Promille aus. Gemessen am Gesamtbetrag, den Firmen an Steuern auf Kantons- und Gemeindeebene abliefern, beträgt der Anteil der Kirchensteuer lediglich 4,5 Prozent.

K Der Kanton Zürich hat mit dem vom Volk gutgeheissenen Kirchengesetz das Verhältnis zwischen Kirche und Staat seit 2010 neu geregelt. Er anerkannte fünf Gemeinschaften: die evangelisch-reformierte Landeskirche, die römisch-katholische Körperschaft, die Christkatholische Kirchgemeinde sowie zwei jüdische Gemeinschaften. Anerkannte Kirchen haben das Recht, via den Staatsapparat Steuern einzuziehen, müssen sich aber im Gegenzug demokratisch organisieren und die Finanzen offenlegen.

K Für die Verwendung des Kirchensteuerertrags von Firmen schreibt das Kirchengesetz seit 2010 die negative Zweckbindung vor: Das Geld darf nicht für kultische Zwecke wie Gottesdienste oder Pfarrerlöhne verwendet werden. Mit regelmässigen Berichten müssen sie nachweisen, dass dies auch so geschieht. (tsc)

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