Zum Hauptinhalt springen

1 Millarde auf Kosten der Frauen gespart

Der Bundesrat halte an seinem Kollisionskurs fest, kritisiert der Gewerkschaftsbund. Er lehnt unter anderem das Rentenalter 65 für Frauen ab: Es sei ein Hohn, auf dem Buckel der Frauen 1 Milliarde Franken zu sparen. Sie erhielten bereits heute viel zu tiefe Renten, da sie im Berufsleben wegen Lohndiskriminierung und Erwerbsunterbrüchen weniger Rentenansprüche äufnen können. Zudem gebe es ohnehin zu wenige Jobs für Frauen über 60. Die SP spricht sich weiterhin gegen die geplante Kürzung bei den Witwenrenten und beim Mindestumwandlungssatz in der 2.Säule aus. Letztere geht für die Partei zu weit. Ähnlich vernichtend wie die Gewerkschaft äussern sich der Arbeitgeberverband und Economiesuisse, auf deren Verhandlungsangebot der Bundesrat nicht eingegangen ist (siehe Hauptartikel). Sie warnen, der Bundesrat gefährde seine eigene Reform, indem er an seinem «überfrachteten Gesamtpaket» festhalte. Daran ändere auch die kleine Reduktion der Mehrwertsteuererhöhung nichts. Der Gewerbeverband als dritter grosser Wirtschaftsverband hält an seiner harten Haltung fest: Auch die reduzierte Erhöhung der Mehrwertsteuer sei inakzeptabel, da sie das Wirtschaftswachstum stark bremse und zahlreiche Arbeitsplätze vernichte. Der Verband fordert den vollständigen Verzicht auf Mehreinnahmen und will stattdessen das Rentenalter stufenweise anheben. fab

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch